25 April 2026, 10:12

Wie Natalie Keller russlanddeutschen Frauen in der Politik eine Stimme gibt

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem "Solidarität und Feminismus" steht, eine Straße entlang, mit parkenden Fahrzeugen am Straßenrand und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Wie Natalie Keller russlanddeutschen Frauen in der Politik eine Stimme gibt

Natalie Keller setzt sich seit Jahren für die politische Stärkung russlanddeutscher Frauen ein. Geboren in Kasachstan, kam sie mit elf Jahren nach Deutschland und kämpft heute für mehr Repräsentation in der Kommunalpolitik. Ihr Weg von der Migrantin zur Stadtratskandidatin zeigt ihren Glauben: Gesellschaft mitzugestalten ist für jeden möglich.

1991 zog Keller nach Deutschland, nachdem sie in Kasachstan aufgewachsen war. Später studierte sie Slawistik, Pädagogik und evangelische Theologie mit Schwerpunkt orthodoxes Christentum – ein akademischer Werdegang, der den Grundstein für ihr späteres Engagement legte.

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Ihr politisches Wirken begann mit der Schwangerschaft ihres Sohnes. Dieser persönliche Wendepunkt trieb sie an, Veränderungen in ihrer Gemeinschaft anzustoßen. Ab 2015 arbeitete sie Vollzeit für Verena Osgyan, eine grüne Landtagsabgeordnete.

Im März 2020 kandidierte Keller für den Nürnberger Stadtrat auf der Liste der Grünen. Zudem gründete sie ein Netzwerk für russlanddeutsche Frauen, um sie zu vernetzen und zu bestärken. Die Initiative bietet einen Raum, um über politisches Engagement zu diskutieren und Selbstvertrauen aufzubauen.

Keller bekennt sich offen zu ihrer Identität als "Russlanddeutsche" und will als sichtbares Vorbild wirken. Sie betont, wie wichtig geschützte Räume sind, um mehr Russlanddeutsche für die Politik zu begeistern. Ihr Fokus liegt besonders auf der Förderung von Frauen mit ähnlichem Hintergrund.

Kellers Arbeit unterstreicht den Bedarf an russlanddeutschen Frauen in politischen Ämtern. Durch ihr Netzwerk und politische Kampagnen gibt sie anderen Halt und Sichtbarkeit. Ihr Ziel ist es zu zeigen: Gesellschaftlichen Einfluss zu nehmen, ist für jeden machbar, der bereit ist, aktiv zu werden.

Quelle