01 May 2026, 00:22

Traditionsbetrieb Croner Precision Moulds stellt 2026 die Produktion ein

Schwarze und weiße Illustration eines geschäftigen Stahlwerks aus den 1910er Jahren mit Arbeitern, Maschinen und strukturellen Elementen.

Traditionsbetrieb Croner Precision Moulds stellt 2026 die Produktion ein

Croner Precision Moulds, ein Familienunternehmen mit Wurzeln bis ins Jahr 1685, stellt bis 2026 den Betrieb ein. Das Unternehmen, einst ein wichtiger Zulieferer von Präzisionsformen und Vorrichtungen für Branchen wie Automobilbau und Medizintechnik, kämpfte in den vergangenen Monaten mit wachsenden finanziellen Belastungen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Geschichte des Namens Croner begann 1685, als Paul Croner den Titel eines Meisterschmieds erlangte. Jahrhunderte später gründete Siegfried Croner 1988 die Firma Croner Moulds and Fixtures und führte so die Familientradition der Metallverarbeitung fort. Seine Söhne Matthias und Wolfgang Croner übernahmen 1996 die Geschäftsführung und benannten das Unternehmen in Croner Precision Moulds GmbH um.

Jahrzehntelang spezialisierte sich das Unternehmen auf hochpräzise Formen und Halterungen und belieferte Branchen von der Spielwarenindustrie bis zur Kosmetikherstellung. Doch der zunehmende Wettbewerb, insbesondere durch günstige Importe aus Asien, untergrub nach und nach seine Marktposition. Bis Ende 2024 hatten sich die finanziellen Probleme so zugespitzt, dass die Entscheidung zum schrittweisen Rückzug aus dem Geschäft unausweichlich wurde.

Anfang 2025 gab das Unternehmen offiziell seine Schließungspläne bekannt. Geschäftsführer Wolfgang Croner räumte ein, wie schwer es falle, eine über drei Jahrhunderte währende Tradition zu beenden. Die Produktion wird bis 2026 vollständig eingestellt.

Das Ende von Croner Precision Moulds markiert das Aus eines Betriebs, der einst essenzielle Komponenten für die globale Industrie lieferte. Während die Aktivitäten schrittweise eingestellt werden, sollen die noch ausstehenden Aufträge vor der endgültigen Schließung abgearbeitet werden. Die Entscheidung spiegelt die größeren Herausforderungen wider, vor denen europäische Hersteller im Wettbewerb mit günstigeren Übersee-Anbietern stehen.

Quelle