Münchens Christkindlmarkt fällt erneut aus – Tradition bricht zum zweiten Mal
Jonas SeifertMünchens Christkindlmarkt fällt erneut aus – Tradition bricht zum zweiten Mal
Münchens berühmter Christkindlmarkt fällt zum zweiten Mal in Folge aus
Bürgermeister Dieter Reiter gab die Absage bekannt, während die Zahl der COVID-19-Krankenhauseinweisungen weiter steigt. Die Entscheidung fiel trotz Überlegungen, die Veranstaltung unter strengen Zugangsregeln zuzulassen.
Der Markt, einer der ältesten Deutschlands mit Wurzeln im 14. Jahrhundert, ist bekannt für seine Holzbuden, traditionelle Speisen und festliche Geschenke. Jährlich zieht er Besucher aus aller Welt an. Die diesjährige Ausgabe sollte vom 22. November bis zum 9. Januar 2022 stattfinden.
Aktuell gilt in Deutschland für öffentliche Veranstaltungen das 2G-/3G-Zertifikatssystem. Nach der 2G-Regel dürfen nur Geimpfte oder Genesene teilnehmen, während 3G auch den Zutritt mit negativem Test erlaubt. Die Behörden erwogen, den Markt unter 2G-Bedingungen zu öffnen, lehnten dies jedoch angesichts hoher Infektionszahlen schließlich ab.
Obwohl über 67 Prozent der Deutschen vollständig geimpft sind, steigen die Fallzahlen weiter. Weihnachtsmärkte sind eine wichtige Einnahmequelle für lokale Unternehmen – in Deutschland finden jährlich mehr als 2.000 statt. Während der Nürnberger Christkindlesmarkt zu den bekanntesten zählt, spiegelt die Münchner Absage die wachsenden Bedenken um die öffentliche Gesundheit wider.
Die Stornierung folgt auf den Ausfall im Vorjahr und bedeutet damit zwei aufeinanderfolgende Jahre ohne den beliebten Markt. Lokale Händler müssen auf saisonale Einnahmen verzichten, während die Behörden die Eindämmung des Virus priorisieren. Die Entscheidung unterstreicht die anhaltenden Auswirkungen der Pandemie auf kulturelle Traditionen.






