28 April 2026, 00:18

Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen

Marineblauer Sweater mit einem weißen Logo auf einem weißen Hintergrund.

Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen

Französische Kinderschutzorganisation fordert Verbot von Kleidung mit Bezug zu Jeffrey Epstein

Die französische Kinderschutzorganisation Mouv'Enfants hat ein Verbot von Kleidungsstücken gefordert, die mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung stehen. Die Gruppe kritisierte Online-Marktplätze dafür, dass sie Artikel anbieten, die einen Mann verherrlichen, der für systematischen Missbrauch an Minderjährigen verantwortlich ist. Die Organisation warnte, dass solche Verkäufe das Risiko bergen, seine Verbrechen aus Profitinteressen zu verharmlosen.

Auslöser der Kontroverse waren Sweatshirts mit den Initialen JEE – eine Abkürzung für Jeffrey Edward Epstein –, die auf Plattformen wie Etsy, Vinted, AliExpress und eBay auftauchten. Einige T-Shirts zeigten sogar Abbildungen Epsteins zusammen mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in einem roten Herz. Mouv'Enfants verurteilte diese Verkäufe scharf und betonte, dass Epstein niemals als kulturelles Symbol behandelt werden dürfe.

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Arnaud Gallais, der Gründer der Organisation, warf den großen Digitalplattformen vor, schädliche Inhalte nicht ausreichend zu überwachen. Er behauptete, ihre Untätigkeit ermögliche die Verbreitung von Artikeln, die die Berühmtheit eines verurteilten Verbrechers ausnutzen. Die Organisation unterstrich, dass die Kommerzialisierung von Epsteins Bild die Gerechtigkeit für seine Opfer untergrabe.

Als Reaktion kündigten Vinted und eBay an, die beanstandeten Produkte zu entfernen. Vinted verwies auf seine strengen Richtlinien gegen Artikel, die sexualisierte Gewalt verherrlichen, während eBay bestätigte, ähnliche Verbote durchzusetzen. Beide Plattformen erklärten, dass solche Waren gegen ihre Gemeinschaftsstandards verstoßen.

Die Entfernung der Epstein-bezogenen Kleidung erfolgt nach öffentlichem Druck durch Mouv'Enfants und andere Aktivisten. Online-Marktplätze sehen sich nun mit Fragen zu ihren Inhaltskontrollmechanismen konfrontiert. Der Fall zeigt die anhaltenden Herausforderungen auf, die mit der Kommerzialisierung schädlicher Bildmotive einhergehen.

Quelle