BSH streicht 1.400 Jobs: Bosch und Siemens vor massivem Stellenabbau bis 2028
Jonas SeifertBSH streicht 1.400 Jobs: Bosch und Siemens vor massivem Stellenabbau bis 2028
BSH, der Hersteller hinter Marken wie Bosch, Siemens und Gaggenau, plant den Abbau von rund 1.400 Arbeitsplätzen. Die Entscheidung fällt in einer Phase sinkender Nachfrage und Überkapazitäten in der Produktion. Arbeiter und Gewerkschaften haben bereits mit Forderungen nach Transparenz und alternativen Lösungen reagiert.
Betroffen sind vor allem zwei Standorte: In Nauen (Brandenburg) wird die Produktion von Waschmaschinen bis Mitte 2027 eingestellt, was etwa 440 Mitarbeiter treffen wird. In Bretten (Baden-Württemberg) fallen bis Anfang 2028 die Bereiche Backöfen, Dunstabzugshauben und Logistik weg – hier sind rund 980 Beschäftigte betroffen.
Als Gründe für die Kürzungen nannte das Unternehmen einen schwachen Immobilienmarkt und eine Verschiebung der Verbraucherpräferenzen hin zu günstigeren Haushaltsgeräten. Matthias Metz, Vorstandsvorsitzender der BSH, räumte die Verunsicherung und Sorgen der Belegschaft ein.
Die IG Metall und der Betriebsrat in Bretten forderten die Unternehmensführung auf, die Pläne zurückzuziehen und stattdessen über zukünftige Strategien zu verhandeln. Kristian Kipcic-Suta, Vorsitzender des Betriebsrats, verlangte volle Transparenz und eine echte Mitsprache bei Entscheidungen.
Die Entlassungen spiegeln die allgemeinen Herausforderungen der Hausgerätebranche wider. Da die Produktion die Nachfrage übersteigt, will BSH seine Belegschaft an die aktuellen Marktbedingungen anpassen. Nun steht das Unternehmen unter Druck, mit Mitarbeitern und Gewerkschaften über die nächsten Schritte zu verhandeln.






