25 April 2026, 14:17

Bayerns größter Legehennen-Schlachthof bleibt nach gescheiterten Verhandlungen geschlossen

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Zeichnung von zwei Hennen auf einer Seite mit Text und zusätzlichen Illustrationen.

Bayerns größter Legehennen-Schlachthof bleibt nach gescheiterten Verhandlungen geschlossen

Verhandlungen gescheitert: Bayerns größter Legehennen-Schlachthof bleibt geschlossen

Nach monatelangen Verhandlungen ist der Versuch gescheitert, Bayerns größten Schlachthof für Legehennen wieder zu eröffnen. Die Bayerische Landesbodenkreditanstalt (LfA) verlangte ein deutlich höheres Eigenkapital als erwartet und verweigerte zudem essentielle finanzielle Bürgschaften. Ohne diese Zusagen konnte das Projekt trotz breiter Branchenunterstützung nicht vorankommen.

Der Bayerische Geflügelzüchterverband (LVBG) hatte fünf Monate lang versucht, den Schlachthof wiederzubeleben. Rund 150 landwirtschaftliche Betriebe hatten ihre Beteiligung zugesagt und etwa zwei Millionen Euro an Kapital bereitgestellt. Doch die strengen Auflagen der LfA blockierten jede Weiterentwicklung – die Anlage bleibt vorerst geschlossen.

Die Schließung folgt auf die Einstellung des Betriebs beim Geflügelhof Buckl Ende April, nachdem dort Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen festgestellt worden waren. Ein neuer Schlachthof hätte Jahre gebraucht, um profitabel zu arbeiten; Prognosen zogen erst 2028 oder 2029 eine schwarze Null in Betracht.

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Landwirte zeigen sich weiterhin bereit, den Betrieb wiederaufzunehmen – vorausgesetzt, die Eigenkapitalforderungen werden gelockert. Doch ohne funktionierenden Schlachthof stehen insbesondere kleinere Legehennenhalter vor wachsenden Problemen bei der Verwaltung älterer Tiere.

Das Scheitern der Wiedereröffnung hinterlässt eine kritische Lücke in der bayerischen Geflügelbranche. Vor allem kleine Betriebe kämpfen nun mit der Entsorgung ihrer Althennen, da es keine alternative Verarbeitungsstätte gibt. Die finanziellen und logistischen Hürden zwingen die Produzenten, nach anderen Lösungen für ihre Bestände zu suchen.

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