Apotheker droht Berufsausfall wegen verzögerter Gesundheitskarte – D-Trust in der Kritik
Bert BiggenApotheker droht Berufsausfall wegen verzögerter Gesundheitskarte – D-Trust in der Kritik
Apothekers elektronische Gesundheitsberufekarte läuft ab – Verzögerungen bei D-Trust sorgen für Existenzängste
Die elektronische Gesundheitsberufekarte (eHBA) von Rainer Bellmann, Inhaber einer Apotheke, läuft am 6. November ab. Der Apotheker beantragte bereits im August eine Verlängerung, doch der Anbieter D-Trust verursachte durch wiederholte Verzögerungen und Fehler, dass Bellmann bald ohne gültigen Nachweis für seinen Berufsalltag dastehen könnte.
Bellmann stellte seinen Antrag auf eine neue eHBA im August über D-Trust. Doch das Unternehmen lehnte den Antrag zunächst wegen eines eigenen Fehlers ab. Trotzdem zeigte das System des Anbieters noch am 3. September an, die Karte sei beantragt.
Am 22. September teilte D-Trust Bellmann mit, seine neue Karte befinde sich in der Produktion und werde bald verschickt. Doch die Karte traf nie ein. Später räumte der Anbieter Produktionsverzögerungen und inkonsistente Kommunikation ein. Mittlerweile zweifelt Bellmann daran, dass der Ersatz rechtzeitig vor Ablauf seiner aktuellen Karte eintreffen wird.
Sein Personal hat die aktualisierten Karten bereits erhalten. Bellmann fragt sich, welche Folgen es gehabt hätte, wenn auch seine Mitarbeiter ähnliche Probleme erlebt hätten. Zudem fordert er realistischere Gültigkeitszeiträume für eHBA-Karten, um solche Engpässe künftig zu vermeiden.
D-Trust beteuert, die Karte werde derzeit bearbeitet und in Kürze verschickt. Doch Bellmann bleibt skeptisch – er fürchtet, ohne gültige eHBA dazustehen. Angesichts des Ablaufdatums am 6. November bleibt kaum noch Spielraum für weitere Verzögerungen.
