25 April 2026, 20:13

Agilis übernimmt Regionalverkehr in Mainfranken – DB Regio droht das Aus ab 2029

Schwarzes und weißes stereoskopisches Foto einer Eisenbahnbrücke in Köln, Deutschland, mit Eisenbahnschienen, Wänden, Pfählen, Statuen, Himmel und Text.

Agilis übernimmt Regionalverkehr in Mainfranken – DB Regio droht das Aus ab 2029

Großer Wechsel im Regionalverkehr in Mainfranken: Agilis könnte DB Regio ab 2029 ablösen

Im Regionalverkehr der Region Mainfranken steht ein bedeutender Wandel bevor. Ab Ende 2029 könnte das Eisenbahnunternehmen Agilis Strecken übernehmen, die derzeit von DB Regio betrieben werden. Die Entscheidung folgt auf ein im Jahr 2024 gestartetes Ausschreibungsverfahren für Leistungen im Umfang von jährlich 7,2 Millionen Zugkilometern.

Die als "Regionalverkehr Mainfranken" bekannte Ausschreibung wurde im November 2024 von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) eingeleitet. Sie umfasst zwei separate Lose: Im Los 1 sind unter anderem Expresslinien wie die RE 10 und RE 54 enthalten, während Los 2 künftige Regio-S-Bahn-Verbindungen wie die Strecken von Flieden nach Marktbreit sowie von Würzburg nach Kitzingen umfasst.

Aktuell werden alle Regionallinien im Raum Würzburg von DB Regio betrieben. Doch der Vertrag für die nächsten zwölf Jahre – von Dezember 2029 bis Dezember 2041 – könnte nun an Agilis gehen, ein Eisenbahnunternehmen mit Sitz in Regensburg. DB Regio prüft Berichten zufolge derzeit rechtliche Schritte als Reaktion auf die Entscheidung.

Die Frist für Einsprüche gegen die Vergabebeschlüsse läuft bis zum 13. Oktober. Sollte die Entscheidung Bestand haben, würde Agilis DB Regio auf zentralen Strecken ablösen, darunter auch die Verbindung Nürnberg–Würzburg.

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Der Wechsel würde eine deutliche Zäsur im Regionalbahnverkehr Mainfrankens bedeuten. Agilis würde dann sowohl Express- als auch S-Bahn-Verbindungen im Rahmen eines langfristigen Vertrags verantworten. Die endgültige Entscheidung bleibt jedoch abhängig von möglichen rechtlichen Schritten seitens DB Regio.

Quelle