11 April 2026, 04:10

Wie ein Hamburger Verein mit Abendessen Integration und Freundschaft fördert

Animierter Graphik, der die Integration kultureller Institutionen in die Europäische Union darstellt, mit Menschen, Maschinen, Kisten und anderen Objekten und dem Text 'kulturelle Institution, Aggregator, Europeana' oben.

Wie ein Hamburger Verein mit Abendessen Integration und Freundschaft fördert

Ein kleiner Verein in Hamburg bringt Neuankömmlinge und Einheimische beim gemeinsamen Essen zusammen

Die Initiative Willkommensabendessen vernetzt Menschen unterschiedlicher Herkunft, um Freundschaften zu knüpfen und die Integration zu erleichtern. Bei einem jüngsten Treffen erzählte ein türkisches Paar, das vor politischer Verfolgung floh, seine Geschichte einem lokalen Gastgeber.

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Laura Trager, Mitglied des Willkommensabendessen-Vereins, lud vergangene Woche vier Fremde zu sich nach Hause ein. Unter den Gästen waren Sevgi und Kadir, ein türkisches Ehepaar, das nach Deutschland kam, nachdem Kadir, ein Elektroingenieur, in seiner Heimat mit politischen Bedrohungen konfrontiert wurde. Sie brachten selbstgemachtes Börek zum Abendessen mit – ein traditionelles Gericht, das das Eis brach.

Das Paar konzentriert sich nun darauf, sein Leben in Hamburg neu aufzubauen. Beide besuchen derzeit einen C1-Deutschkurs, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Ihre beiden Söhne haben sich bereits gut eingelebt: Sie gehen zur Schule vor Ort und finden sich gut in der Stadt zurecht. Kadir hofft unterdessen, bald wieder in seinem Beruf als Ingenieur arbeiten zu können, während Sevgi, eine ausgebildete Agraringenieurin, ihre Karriere fortsetzen möchte.

Die Initiative Willkommensabendessen existiert bereits seit Jahren und informiert ihre Mitglieder wöchentlich per E-Mail über anstehende Treffen. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingshilfe 2015 fanden wöchentlich rund 120 solche Zusammenkünfte statt. Das Ziel des Vereins bleibt einfach: Neuankömmlingen den Zugang zur Gesellschaft zu erleichtern und Hamburgerinnen und Hamburgern die Möglichkeit zu geben, ihre neuen Nachbarn kennenzulernen.

Für Sevgi und Kadir stehen nun die nächsten Schritte an, darunter die Suche nach einer eigenen Wohnung. Ihre Geschichte spiegelt die Herausforderungen und kleinen Erfolge vieler wider, die in Deutschland Sicherheit und einen Neuanfang suchen.

Der Verein schafft weiterhin Räume, in denen kultureller Austausch ganz natürlich stattfindet. Durch gemeinsame Mahlzeiten und Gespräche erhalten Teilnehmer wie Sevgi und Kadir Unterstützung, während Einheimische unterschiedliche Lebensweisen kennenlernen. Derzeit liegt der Fokus des Paares auf Sprache, Arbeit und dem Aufbau eines stabilen Zuhauses in ihrer neuen Stadt.

Quelle