11 April 2026, 06:13

Eisbachwelle in München plötzlich verschwunden – Surfer kämpfen um ihren Kultspot

Gemälde mit dem Titel "Meeresansicht mit Wellen" von Albert Bierstadt, das Wellen zeigt, die auf Felsen krachen, mit einem Hügel auf der rechten Seite und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Surfer bauen eigene Eisbach-Welle - Unter dem Deckmantel der Dunkelheit - Eisbachwelle in München plötzlich verschwunden – Surfer kämpfen um ihren Kultspot

Münchens berühmte Eisbachwelle im Englischen Garten verschwand Ende Oktober nach routinemäßigen Arbeiten am Flussbett. Surfer nahmen die Sache selbst in die Hand und restaurierten die Welle kurzzeitig mit Holzbohlen – doch am Wochenende war sie erneut verschwunden. Nun suchen Experten nach Antworten, während die Surfer auf eine Lösung hoffen.

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Die Eisbachwelle ist seit den 1970er-Jahren ein beliebter Surfspot und wurde 2010 offiziell anerkannt. Doch Ende Oktober zerstörten Wartungsarbeiten am Flussbett die Welle und ließen die Surfer ohne ihre gewohnte Brandung zurück.

Lokale Surfer griffen ein und bauten die Welle mit Holzplanken provisorisch wieder auf. Ein Video ihrer Bemühungen, untermalt mit Jimi Hendrix' Voodoo Child, verbreitete sich auf Instagram. Der Münchner Surfclub teilte den Clip, um auf das Problem aufmerksam zu machen, betonte aber, nicht an der Aktion beteiligt gewesen zu sein.

Für einige Stunden war die Welle wieder surfbar – manche nutzten die Gelegenheit sogar nachts, obwohl Nacht-Surfen in München verboten ist. Doch bereits am Samstag war die Welle erneut verschwunden, und seitdem hat sich keine surfbare Brandung mehr gebildet.

Experten untersuchen nun, warum sich die Welle nach der Reinigung nicht neu bildete. Eine Theorie vermutet, der Wasserstand sei zu niedrig – als mögliche Lösung wird diskutiert, Kies ins Flussbett einzubringen. Die Situation folgt einem tragischen Vorfall im Sommer 2025, als eine Surferin ertrank, nachdem sich ihre Leash verfangen hatte, was zu einem vorübergehenden Surfverbot führte.

Die Eisbachwelle bleibt vorerst verschwunden und lässt die Surfer ohne ihren ikonischen Spot zurück. Behörden und Fachleute prüfen weiterhin Lösungen, darunter Anpassungen am Flussbett. Unterdessen bleiben nicht genehmigte Veränderungen an Gewässern verboten, während die Surfer auf eine dauerhafte Lösung warten.

Quelle