14 March 2026, 06:29

Warum die Demelspitze seit 2013 für Bergsteiger tabu bleibt

Ein altes topografisches Kartenblatt der deutschen Alpen, das Gelände Details mit Text und Zahlen zeigt.

Warum die Demelspitze seit 2013 für Bergsteiger tabu bleibt

Einige der beeindruckendsten Berge der Welt bleiben für Bergsteiger gesperrt. Heilige Überzeugungen, instabiles Gelände oder explizite Verbote halten Abenteurer fern. Ein solcher Gipfel ist die Demelspitze im Karwendelgebirge in Deutschland, wo seit über einem Jahrzehnt ein Kletterverbot gilt.

Die Demelspitze war einst ein beliebtes Ziel für Wanderer und Bergsteiger. Doch 2013 zeigten geologische Untersuchungen, dass der Gipfel gefährlich instabil geworden war. Ein sich verbreiternder Riss nahe des Gipfels drohte, das ikonische Kreuz an der Spitze zum Einsturz zu bringen. Felsstürze wurden häufiger, Trümmer verteilten sich im Wald darunter und bildeten sogar neue Kletterrouten in der Umgebung.

Die Behörden reagierten mit einem vollständigen Betretungsverbot für den Berg. Die Einschränkung besteht bis heute – ohne Anzeichen für eine Aufhebung. Während die Sperrung der Demelspitze auf Sicherheitsbedenken zurückgeht, bleiben andere Gipfel aus anderen Gründen unbestiegen. Der Machapuchare in Nepal und der Mount Kailash in Tibet gelten beispielsweise als heilig und sind streng tabu.

Darüber hinaus warten abgelegene oder technisch extrem anspruchsvolle Gipfel im Himalaya und in den Alpen noch auf ihre Erstbesteigung. Die genaue Zahl unbestiegener oder gesperrter Berge – insbesondere in den Deutschen Alpen – bleibt unklar, da aktuelle Daten zu diesem Thema rar sind.

Das Verbot an der Demelspitze zeigt, wie Naturkräfte den Zugang zur freien Natur verändern können. Heilige Traditionen und unerschlossenes Gelände halten bestimmte Berge ebenfalls unberührt. Vorerst bleiben diese Gipfel stille Zeugen der Grenzen menschlicher Erkundung.

Quelle