Walmart+ treibt Umsätze an – wie das Abo-Programm Kunden bindet und Kosten dämpft
Bert BiggenWalmart+ treibt Umsätze an – wie das Abo-Programm Kunden bindet und Kosten dämpft
Walmart setzt auf sein Abo-Programm Walmart+, um Umsätze und Kundenbindung zu steigern. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der der Einzelhändler mit wirtschaftlicher Unsicherheit und globalen Handelsspannungen konfrontiert ist. Das Programm hat sich bereits zu einer bedeutenden Einnahmequelle entwickelt und hilft dem Unternehmen, steigende Kosten abzufedern.
Mittlerweile entfällt fast die Hälfte aller Ausgaben auf der US-Website und in der App des Konzerns auf Walmart+-Mitglieder. Diese kaufen fast doppelt so häufig ein und geben nahezu das Dreifache im Vergleich zu Nicht-Mitgliedern aus. Zu den Vorteilen zählen kostenloser Versand, die Lieferung von Lebensmitteln noch am selben Tag bei Bestellungen über 35 Dollar, Rabatte an der Tankstelle sowie ein Abo für den Streamingdienst Paramount+.
Das Programm unterstützt Walmart zudem dabei, finanzielle Belastungen zu bewältigen. Dank seiner Größe kann der Händler Lieferanten dazu bewegen, höhere Kosten mitzutragen, und selbst einen Teil der Ausgaben übernehmen. Mit dieser Strategie will das Unternehmen seine Gewinne schützen, falls neue Zölle die Importpreise in die Höhe treiben.
Um weitere Kunden zu gewinnen, veranstaltet Walmart die Walmart+-Woche. Während dieser Aktion gibt es zusätzliche Rabatte auf bestehende Leistungen, um die Mitgliederzahl zu erhöhen. Trotz einer enttäuschenden Prognose für das kommende Jahr bleibt Walmart stabiler als viele Konkurrenten – nicht zuletzt dank seiner dominierenden Position im Lebensmittelhandel. Walmart+ festigt diese Stellung, indem es den Online-Verkehr ankurbelt und langfristige Kundenbindung sichert. Das Programm schafft zudem eine neue Einnahmequelle, die die Auswirkungen von Zöllen und wirtschaftlichen Herausforderungen abmildern könnte.






