17 March 2026, 16:17

Söder fordert DFB-Elf: Keine politischen Aussagen bei WM 2026

Ein Torwart in grüner Uniform tritt einen Fußball auf einem Rasenfeld während eines Spiels zwischen Chivas USA und Mexico City in der Copa Libertadores, wie es durch Schilder mit der Aufschrift 'Chivas USA vs Mexico City, 3-1, Copa Libertadores' angezeigt wird.

Söder rät DFB-Team: 'So wenig Politik wie möglich' - Söder fordert DFB-Elf: Keine politischen Aussagen bei WM 2026

Deutschlands Nationalmannschaft soll sich bei der WM 2026 aus politischen Aussagen heraushalten

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die DFB-Elf aufgefordert, sich bei der Weltmeisterschaft 2026 auf den Sport zu konzentrieren und politische Kontroversen zu meiden. Seine Äußerungen folgen den Debatten, die den Turnierverlauf 2022 in Katar überschattet hatten.

Traditionell hält sich die deutsche Mannschaft bei großen Turnieren mit politischen Stellungnahmen zurück. Zwar verbietet der Weltfußballverband FIFA politische Gesten, doch gab es Ausnahmen: 2018 trugen einige Spieler vor Spielen in Russland T-Shirts mit der Aufschrift "Menschenrechte". Bei der WM 2022 sorgten vor allem die Regenbogen-Binde von Mannschaftskapitän Manuel Neuer und ein Teamfoto mit zugehaltenen Mündern als Protest für Schlagzeilen.

Söder hofft nun auf ein ruhigeres Turnier, wenn Deutschland vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko antritt. Er betonte, dass Ablenkungen wie in Katar vermieden werden sollten – damals schied die Mannschaft früh aus, während abseits des Platzes politische Diskussionen dominierten. Bisher gibt es von der aktuellen Auswahl unter Bundestrainer Julian Nagelsmann keine dokumentierten politischen Äußerungen; der Fokus liegt auf der Kaderplanung.

Die Aussagen des Ministers spiegeln eine grundsätzliche Debatte wider: Wie lässt sich Sport und Aktivismus in Einklang bringen? Die enttäuschende Leistung 2022 – das vorzeitige Ausscheiden in der Vorrunde – erhöht den Druck, diesmal den Fußball in den Vordergrund zu stellen.

Die WM 2026 wird zeigen, ob es Deutschland gelingt, Sport und Politik zu trennen. Söders Appell unterstreicht die nachwirkenden Spannungen vergangener Turniere, bei denen Proteste weltweit für Aufmerksamkeit sorgten. Aktuell stehen jedoch die sportliche Vorbereitung im Mittelpunkt – politische Diskussionen rücken in den Hintergrund.

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