23 March 2026, 16:12

Siemens gibt Mehrheitsbeteiligung an Healthineers an Aktionäre ab

Eine Gruppe von Menschen steht in einem Krankenhauszimmer, wobei ein Mann in der Mitte ein Mikrofon hält, ein Bett mit einer Decke darauf links und medizinische Geräte, ein Röntgengerät, eine Tafel mit Text, eine Tür, eine Wand und Deckenleuchten im Hintergrund.

Siemens verteilt Milliardenaktien von Siemens Healthineers an Aktionäre - Siemens gibt Mehrheitsbeteiligung an Healthineers an Aktionäre ab

Siemens hat Pläne bekannt gegeben, einen beträchtlichen Teil seiner Anteile an Siemens Healthineers an die eigenen Aktionäre zu verteilen. Der Schritt markiert eine bedeutende strategische Wende des Konzerns, der damit seine langjährige Mehrheitsbeteiligung am Medizintechnik-Riesen deutlich reduziert. Beide Unternehmen erwarten nun die Zustimmung der Aktionäre, bevor die Transaktion im frühen Jahr 2026 finalisiert wird.

Siemens hatte Healthineers erstmals im März 2018 an die Börse gebracht, behielt jedoch mit einer Mehrheitsbeteiligung die Kontrolle. Seither mehrten sich Spekulationen über eine vollständige Trennung, angetrieben durch den Druck von Investoren, die eine klarere Abgrenzung forderten. Derzeit hält Siemens etwas mehr als zwei Drittel an Healthineers, plant langfristig jedoch nur noch eine Minderheitsbeteiligung zu behalten.

Die geplante Verteilung umfasst etwa 30 Prozent der Healthineers-Anteile mit einem geschätzten Wert von rund 15 Milliarden Euro. Dadurch entfällt für Siemens die Pflicht, die finanziellen Ergebnisse des Tochterunternehmens voll zu konsolidieren. Die Siemens-Aktionäre erhalten die Healthineers-Aktien direkt, vorzugsweise im Rahmen eines Spin-offs.

Healthineers, geführt von Vorstandsvorsitzendem Bernd Montag, bleibt einer der weltweit größten Hersteller von Medizintechnik. Im Geschäftsjahr 2025 beschäftigte das Unternehmen weltweit über 74.000 Mitarbeiter. Sowohl die IG Metall als auch der Betriebsrat betonten die Bedeutung einer fairen Behandlung der Belegschaft während des Übergangs.

Siemens-Chef Roland Busch bezeichnete den Schritt als Beginn einer neuen Wachstumsphase. Er ist überzeugt, dass sich das Unternehmen dadurch stärker auf ein enger abgestimmtes Portfolio konzentrieren kann. Die finalen Details der Transaktion werden nach den Hauptversammlungen im frühen zweiten Quartal 2026 bekannt gegeben.

Die Trennung verringert das direkte Engagement von Siemens bei Healthineers, während eine Minderheitsbeteiligung erhalten bleibt. Die bestehenden Siemens-Aktionäre erhalten dadurch direkte Anteile an Healthineers im Milliardenwert. Der Abschluss des Deals hängt in den kommenden Monaten von der Zustimmung der Aktionäre beider Unternehmen ab.

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