Rentenreform 2031: Stabilisierung auf 48 Prozent und Ausbau der Mütterrente geplant
Bert BiggenMachen kleine Renten arm? - Rentenreform 2031: Stabilisierung auf 48 Prozent und Ausbau der Mütterrente geplant
Die deutsche Bundesregierung hat ein neues Rentenvorhaben vorgestellt, das den Rentenniveau bis 2031 bei 48 Prozent stabilisieren soll. Gleichzeitig wird die Mütterrente – eine Leistung für Mütter mit vor 1992 geborenen Kindern – ausgeweitet. Die Reformen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Daten erhebliche regionale Unterschiede bei den Rentenauszahlungen aufzeigen.
Bis 2040 werden die Änderungen voraussichtlich zusätzliche Kosten von 111 Milliarden Euro für das System verursachen.
Die Rentenhöhen in Deutschland variieren stark: Jeder zehnte Rentner erhält weniger als 300 Euro im Monat. Weitere 12 Prozent bekommen zwischen 300 und 600 Euro, während 13 Prozent auf 600 bis 900 Euro kommen. Im Durchschnitt beziehen Männer knapp 1.580 Euro brutto monatlich, Frauen dagegen etwas über 1.070 Euro.
Trotz einiger niedriger Renten führen kleine Bezüge nicht zwangsläufig zu Armut. Vier Prozent der Rentnerpaare erhalten zwar weniger als 500 Euro Rente, doch ihre Haushalte verzeichnen mit über 5.300 Euro das höchste durchschnittliche Bruttoeinkommen. Wer eine volle 35-jährige Beitragszeit vorweisen kann, erhält zudem eine Rente, die rund 400 Euro höher ausfällt als bei anderen.
Seit 2010 steigen die Rentenwerte kontinuierlich. Damals lag der Durchschnitt für Männer bei etwa 1.110 Euro, für Frauen bei 710 Euro. Bis 2024 stiegen diese Beträge auf rund 1.580 Euro für Männer und 1.020 Euro für Frauen, wie die Deutsche Rentenversicherung mitteilt.
Die Reaktionen auf die Reformen fallen gemischt aus. Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, fordert, dass Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, argumentiert hingegen, dass Umverteilung eher über Steuern als über Rentenanpassungen erfolgen sollte.
Das Rentenvorhaben sichert das Rentenniveau von 48 Prozent für die nächsten sieben Jahre und erweitert die Unterstützung für Mütter. Bis 2040 werden die Reformen zusätzliche Kosten von 111 Milliarden Euro verursachen. Die Daten zeigen: Zwar erhalten manche Rentner bescheidene Zahlungen, doch Haushaltseinkommen gleichen die Differenzen oft aus.






