SFC Energy erhält 7,5-Millionen-Auftrag für KI-Sicherheitstechnik mit Brennstoffzellen
Anto LehmannSFC Energy erhält 7,5-Millionen-Auftrag für KI-Sicherheitstechnik mit Brennstoffzellen
SFC Energy sichert 7,5-Millionen-Euro-Folgeauftrag von langjährigem Partner im KI-gestützten Sicherheitssektor
Der Münchner Spezialist für Energielösungen, SFC Energy, hat einen Nachfolgeauftrag über 7,5 Millionen Euro von einem langjährigen Partner im Bereich der KI-basierten Sicherheitstechnik erhalten. Der Vertrag umfasst die Lieferung neuer EFOY Pro 2800-Geräte sowie generalüberholter EFOY Pro 2400-Einheiten, die beide mit der hauseigenen Methanol-Brennstoffzellentechnologie betrieben werden. Zudem sieht das Abkommen die Modernisierung bestehender Systeme im Rahmen eines Aufarbeitungsprogramms vor.
Der Auftrag fällt in eine Phase steigender Nachfrage nach autarken Stromlösungen für Sicherheits- und Überwachungsanwendungen. In den vergangenen drei Jahren hat sich der globale Markt für netzunabhängige, solar- und batteriebetriebene Kameras und Sensoren rasant entwickelt – mit jährlichen Wachstumsraten von etwa 25 bis 30 Prozent. Besonders stark ist die Nachfrage in Nordamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum, wo Unternehmen wie Axis Communications und Hikvision die Expansion ferngesteuerter Überwachungssysteme vorantreiben.
Die EFOY Pro-Serie von SFC Energy basiert auf der Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Technologie (DMFC), die das Unternehmen für den zuverlässigen Einsatz unter extremen Bedingungen optimiert hat. Statt komplette Geräte auszutauschen, sieht der aktuelle Vertrag ein Aufarbeitungsprogramm vor, das die Lebensdauer erschöpfter Brennstoffzellenstapeln verlängert. Diese Strategie senkt die Kosten, ohne die Leistung zu beeinträchtigen – ein Aspekt, der durch die erneute Auftragsvergabe des Partners unterstrichen wird.
Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender von SFC Energy, bezeichnete die Vereinbarung als Beleg für das Vertrauen der Partner und die Skalierbarkeit der eigenen Technologie. Trotz dieses Vertrauensbeweises bleibt die Aktie des Unternehmens unter Druck: Am 6. November 2025 verlor sie 0,91 Prozent und schloss bei 15,15 Euro. Innerhalb der letzten sechs Monate hat der Kurs etwa 40 Prozent seines Wertes eingebüßt.
Der 7,5-Millionen-Deal festigt die Position von SFC Energy im Markt für autarke Stromversorgung, insbesondere für Sicherheitsanwendungen. Durch die Kombination aus Neulieferungen und aufbereiteten Geräten will das Unternehmen die Nachfrage bedienen und gleichzeitig die Kosten kontrollieren. Der Auftrag unterstreicht zudem das anhaltende Vertrauen in die Brennstoffzellentechnologie des Unternehmens – auch wenn die Aktienperformance weiterhin schwächelt.






