02 April 2026, 10:13

Holzindustrie in der Krise: Fichten- und Kiefernmangel treibt Preise auf Rekordniveau

Schwarzes und weißes Foto einer Fichte mit einem Nistkasten aus Zweigen in der Mitte, umgeben von ein paar Bl├Ąttern, und Text unten.

Holzindustrie in der Krise: Fichten- und Kiefernmangel treibt Preise auf Rekordniveau

Deutschlands Holzindustrie steht vor einem massiven Engpass bei Fichte und Kiefer – die Preise schnellen auf Rekordhöhen

Die deutsche Holzbranche kämpft mit einem schweren Mangel an Fichten- und Kiefernholz, der die Preise auf historische Höchststände treibt. Sägewerke in den südlichen Regionen melden fast leere Lagerplätze, während Waldbesitzer Mühe haben, vertragliche Lieferverpflichtungen zu erfüllen. Branchenvertreter warnen nun vor einer drohenden Krise ab Anfang 2026, falls sich die Lage nicht bessert.

Die Preise für Fichten- und Kiefernholz sind in den letzten Monaten stark angestiegen. Rundholz aus Fichte kostet in vielen Gebieten mittlerweile über 130 Euro pro Kubikmeter – ein Anstieg gegenüber den 100 bis 120 Euro zu Jahresbeginn. Auch Kiefer verzeichnet einen ähnlichen Trend: Die Preise liegen nun zwischen 95 und 110 Euro pro Kubikmeter. Bis Februar 2026 hatte festes Fichtenholz bereits 129 Euro erreicht, Kiefernholz 99 Euro.

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Hinter dem Preisschub steckt ein drastischer Rückgang an von Borkenkäfern befallenem Holz, das einst die Hälfte der bayerischen Holzernte ausmachte. Da die Bestände schwinden, leiden Sägewerke unter akutem Mangel – viele Lager sind leer. Waldbesitzer, die bestehende Verträge nicht mehr bedienen können, verlangen für die knappen Restbestände immer höhere Preise.

Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie schlägt Alarm und bezeichnet die Situation als existenzbedrohend. Die aktuellen Preise markieren das höchste Niveau seit 35 Jahren, und ohne Entlastung könnte der Sägewerkssektor bereits in wenigen Monaten zusammenbrechen.

Die Holzkrise zeigt keine Anzeichen einer Entspannung: Die Preise für Fichte und Kiefer steigen weiter auf Rekordwerte, während Sägewerke und Waldbesitzer unter dem anhaltenden Lieferengpass ächzen. Bleibt die Versorgungslage so angespannt, steht die Zukunft der Branche auf dem Spiel.

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