23 April 2026, 10:16

Revolution in Gilching: Erstes vertikales Solarkraftwerk schwimmt auf dem See

Kleines Boot mit Solarpaneelen auf einem Gewässer umgeben von Grünflächen, Gebäuden und einem klaren Himmel.

Revolution in Gilching: Erstes vertikales Solarkraftwerk schwimmt auf dem See

Weltweit erstes vertikal schwimmendes Solarkraftwerk in Gilching eröffnet

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In Gilching bei München ist das erste vertikal schwimmende Solarkraftwerk der Welt auf einem Kieswerksee in Betrieb gegangen. Das innovative Projekt des Unternehmens Sinn Power nutzt ein einzigartiges System, das Stürmen und starken Winden standhält. Zur Eröffnung am Freitag zählte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu den Gästen.

Sinn Power hatte das Vorhaben im April 2024 angekündigt, mit Baubeginn zunächst für September geplant. Doch die Arbeiten schritten schneller voran als erwartet, sodass die Anlage bereits am 21. August ans Netz ging. Kernstück ist das patentierte "SKipp-Float"-System, das Solarmodule mit Seilzügen stabilisiert und sich bei Winddruck flexibel anpasst. Dadurch werden Sturmschäden minimiert, während die Paneele sicher in Position bleiben.

Die Anlage bedeckt nur 4,65 Prozent der Wasseroberfläche des Kiessees – deutlich unter der im Wasserhaushaltsgesetz festgelegten 15-Prozent-Grenze. Trotz der kompakten Bauweise soll das 1,87-Megawatt-Kraftwerk jährlich rund zwei Gigawattstunden Strom erzeugen. Die Kieswerke nutzen diesen, um ihren Bezug aus dem öffentlichen Netz um bis zu 70 Prozent zu reduzieren.

Vertikal angeordnete Module müssen besonders stabil verankert werden, um starken Winden zu widerstehen. Die "SKipp-Float"-Einheiten sind jedoch nicht nur wind-, sondern auch wellenresistenter als herkömmliche schwimmende Systeme. Das macht sie langlebiger unter rauen Bedingungen, ohne dass die Effizienz leidet.

Die Inbetriebnahme des Kraftwerks markiert einen Meilenstein für die schwimmende Solartechnologie. Das sturmsichere Design und die platzsparende Bauweise könnten zum neuen Standard für ähnliche Projekte werden. Die Kieswerke werden künftig deutlich weniger Fremdstrom benötigen – und so Kosten sowie Umweltbelastung senken.

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