"Radikale Freundlichkeit": Warum wir Ärger mit Liebe begegnen sollten
Anto Lehmann"Radikale Freundlichkeit": Warum wir Ärger mit Liebe begegnen sollten
Ein neues Buch mit dem Titel „Radikale Freundlichkeit“ schlägt eine einfache Lösung für alltägliche Frustrationen vor. Statt mit Wut zu reagieren, rät die Autorin, auf Ärgernisse wie geklaute Parkplätze oder laute Telefonate mit Liebe und Güte zu antworten.
Die Idee stellt gängige kulturelle Gewohnheiten infrage. In Österreich gilt Fluchen oft als Kraftquelle – sogar im Vergleich zu einer Art Yoga. Die Österreicher verfügen zudem über einen reichen Wortschatz für Frust: Über 50 Bezeichnungen für „Idiot“ gibt es, darunter „Dodel“, „Wappler“ oder „Vollkoffer“.
Auch beim Autofahren zeigt sich ihr Humor. Langsame Fahrer auf der Südautobahn werden scherzhaft als belebend beschrieben – wie ein koffeinfreies Energydrink. Diese spielerische Haltung steht im Kontrast zur Forderung des Buches nach Geduld und Wohlwollen.
Sein Ansatz bietet eine Alternative zum Dampfablassen. Statt Ärger sollen kleine Freundlichkeiten den Alltag prägen. Ob sich das in Ländern wie Österreich durchsetzt, wo kreative Schimpfwörter zum Alltag gehören, bleibt abzuwarten.






