Pfefferspray-Attacke am Nürnberger Hauptbahnhof: Streit um Zigarette eskaliert gewaltsam
Jonas SeifertPfefferspray-Attacke am Nürnberger Hauptbahnhof: Streit um Zigarette eskaliert gewaltsam
Streit am Nürnberger Hauptbahnhof eskaliert: 24-Jähriger greift 62-Jährigen mit Pfefferspray an
Ein nächtlicher Streit am Nürnberger Hauptbahnhof nahm in den frühen Morgenstunden des 11. März ein gewalttätiges Ende, als ein 24-jähriger Mann einen 62-Jährigen attackierte, nachdem dieser ihm eine Zigarette verweigert hatte. Bei dem Vorfall wurden beide Männer verletzt, die Polizei wurde eingeschaltet.
Der Zwischenfall begann auf Gleis 7, als der jüngere Mann den Älteren nach einer Zigarette fragte. Als dieser ablehnte, sprühte der 24-Jährige dem 62-Jährigen gezielt Pfefferspray ins Gesicht. Der ältere Mann wehrte sich, stieß seinen Angreifer von sich und brachte ihn dadurch zu Fall, wobei dieser sich eine Schulterverletzung zuzog.
Die Polizei traf kurz darauf ein und brachte den jüngeren Mann zur Dienststelle der Bundespolizeiinspektion Nürnberg. Nach einer Vernehmung wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Drei Zeugen bestätigten den Hergang der Ereignisse und durften nach ihren Aussagen die Wache verlassen.
Der 24-Jährige ist polizeibekannt: In seiner Akte finden sich Vorstrafen wegen Diebstahls, Raubs, Fälschungsdelikten und Drogenvergehen. Der 62-Jährige, der seit Langem in Deutschland lebt, ist hingegen bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten.
Obwohl es keine bundesweiten Statistiken zu Pfefferspray-Angriffen in Bahnhöfen gibt, verzeichnete allein der Leipziger Hauptbahnhof im Jahr 2025 insgesamt 859 Gewaltdelikte – darunter 489 Fälle von Körperverletzung und 178 Widerstände gegen Vollstreckungsbeamte. Auch in Nürnberg und Ditzingen kam es in den letzten Jahren zu vereinzelten Angriffen mit Pfefferspray.
Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen noch; beide Männer haben bereits Aussagen bei der Polizei gemacht. Die Vorstrafen des 24-Jährigen und die Brutalität des Angriffs könnten das weitere Verfahren beeinflussen. Die Behörden beobachten weiterhin gewalttätige Vorfälle in großen Verkehrs-knotenpunkten Deutschlands mit besonderer Aufmerksamkeit.