05 May 2026, 19:29

Nouripour kritisiert Deutschlands passive Iran-Politik in der Hormus-Krise

Detailierte Wandkarte der iranisch-sowjetischen Grenze, die geographische Merkmale und Landesgrenzen mit begleitendem Text zeigt.

Nouripour kritisiert Deutschlands passive Iran-Politik in der Hormus-Krise

Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags und außenpolitischer Experte der Grünen, hat Deutschlands Umgang mit dem Iran scharf kritisiert. Er wirft der aktuellen Strategie vor, das Land in eine rein reaktive Haltung zu drängen, statt entscheidende Schritte einzuleiten. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit steigender Spannungen in der Straße von Hormus, wo die Handlungen des Iran die Besorgnis weiter verschärft haben.

Nouripour wirft Außenminister Johann Wadephul vor, sich nicht ausreichend für eine härtere Gangart in der deutschen Iran-Politik einzusetzen. Er besteht darauf, dass die europäischen Staaten, die direkt von Irans Verhalten betroffen sind, an den Verhandlungstischen eigenständige Initiativen ergreifen müssten. Die Lage in der Straße von Hormus habe mittlerweile ein Maß erreicht, das nicht länger hingenommen werden könne.

Der Iran hat in der Region gezielt zivile Frachtschiffe angegriffen – eine Entwicklung, die Nouripour als alarmierend bezeichnet. Zudem weist er darauf hin, dass es in dem Gebiet keinen offiziellen Waffenstillstand gebe, und warnt davor, diesen Begriff zu verwenden, um den Eindruck einer Rückkehr zu offenen Konflikten zu vermeiden. Seine Einschätzung deutet darauf hin, dass der Iran sich in den laufenden Gesprächen in der stärkeren Position wähnt.

Nouripours Aussagen spiegeln eine wachsende Frustration über die wahrgenommene Passivität Deutschlands wider. Statt die Diskussionen zu führen, sei das Land darauf reduziert, auf die Schritte des Iran zu reagieren, anstatt sie mitzugestalten, so seine Kritik.

Die Forderungen des Grünen-Politikers unterstreichen die Dringlichkeit einer aktiveren deutschen Haltung gegenüber dem Iran. Angesichts der anhaltenden Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus ist sein Appell für europäisch geführte Verhandlungen ein Zeichen für den Wunsch nach stärkerem regionalem Engagement. Das Fehlen eines offiziellen Waffenstillstands erschwert zudem die Bemühungen, die Lage zu stabilisieren.

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