Neuer Landrat im Ostallgäu: Freie Wähler setzen sich gegen CSU durch
Bernd Stapfner von der Freien Wählervereinigung hat die Stichwahl um das Amt des Landrats im Landkreis Ostallgäu gewonnen. Der ehemalige Polizist sicherte sich 52,4 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen den CSU-Kandidaten Andreas Bauer durch. Seine Amtszeit beginnt am 1. Mai und löst damit die langjährige Amtsinhaberin Maria Rita Zinnecker ab.
Die Wahl markiert einen Wandel in der politischen Landschaft des Ostallgäus. Über ein Jahrzehnt lang wurde der Landkreis von Maria Rita Zinnecker geführt, deren Amtszeit von 2008 bis 2020 von einer starken Dominanz der CSU geprägt war. In den letzten Jahren hat sich jedoch der Wettbewerb zwischen CSU, Grünen und SPD verschärft, was zu einer zersplitterten Koalitionsdynamik führte.
Stapfner, der ursprünglich aus dem Unterallgäu stammt, trat gegen Andreas Bauer an, der 47,6 Prozent der Stimmen erhielt. Bauer, der Kandidat der CSU, bleibt vorerst in seiner bisherigen Position als Wirtschaftsreferent im Kaufbeurer Rathaus. Das Ergebnis der Stichwahl spiegelt die veränderten Wählerpräferenzen in einer Region wider, die einst fest in der Hand der CSU war.
Stapfners Sieg leitet eine neue politische Richtung für den Landkreis Ostallgäu ein. Er wird sein Amt am 1. Mai antreten und beendet damit die jüngste Vorherrschaft der CSU in dieser Position. Gleichzeitig unterstreicht das Ergebnis den wachsenden Einfluss kleinerer Parteien in der kommunalen Politik.






