Neue Führung für das historische Amt der Feldgeschworenen in Ingolstadt
Anto LehmannNeue Führung für das historische Amt der Feldgeschworenen in Ingolstadt
Eine der ältesten kommunalen Ämter in der Stadt hat neue Besetzung erfahren. Alois Luger übernimmt nun den Vorsitz und löst damit Heribert Dettenkofer ab, der nach fast zwei Jahrzehnten im Amt zurückgetreten ist. Zudem wurde das Gremium der Feldgeschworenen erweitert: Ludwig Linseis stößt als neues Mitglied dazu.
Diese historische Position, die auf eine über 500-jährige Tradition zurückblickt, spielt nach wie vor eine zentrale Rolle in der kommunalen Vermessungsarbeit.
Das Amt des Feldgeschworenen ist tief in der lokalen Selbstverwaltung verwurzelt und reicht Jahrhunderte zurück. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung durchgeführten Katastervermessungen in der Stadt Köln zu unterstützen. Diese ehrenamtlichen Positionen werden auf Lebenszeit vergeben und unterliegen strengen Vertraulichkeitsregeln.
Heribert Dettenkofer war seit 2005 als Feldgeschworener tätig, bevor er um seine Entbindung aus dem Amt in Ingelstadt bat. Vor der jüngsten Berufung von Ludwig Linseis gab es in der Stadt nur noch zwei aktive Geschworene. Mit seiner Ernennung erhöht sich die Gesamtzahl nun auf acht.
Alois Luger wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt, während Johannes Neuner die Stelle des Stellvertreters übernahm. Gemeinsam fungieren sie als Sprecher der Gruppe, bearbeiten gemeinsame Angelegenheiten und vertreten die Geschworenen nach außen. Der Vorsitzende dient zudem als Hauptansprechpartner zwischen den Feldgeschworenen und dem kommunalen Vermessungsamt in Stuttgart, das dem Fachbereich Geoinformation und Vermessung der Baubehörde unterstellt ist.
Die neue Führung und das erweiterte Team werden die langjährige Tradition der Feldgeschworenen in der Stadt fortsetzen. Ihre Arbeit gewährleistet präzise Katastervermessungen und hält dabei strenge Vertraulichkeitsstandards in der Stadt ein. Das Amt bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Verwaltung – eine Brücke zwischen historischer Praxis und modernen Vermessungsanforderungen.
Historische Wurzeln der Tradition der Feldgeschworenen
Die Rolle der Feldgeschworenen stammt aus einer jahrhundertealten Tradition der vereidigten Vermesser. Wichtiger historischer Kontext umfasst:
- Das 'Siebener'-System erforderte genau sieben vereidigte Mitglieder pro Gemeinde, bis Ludwig Linseis die Gruppe auf acht erweiterte.
- Vermesser wahren das 'Siebenergeheimnis' – einen Eid, um die unterirdischen Grenzmarkierungen durch geheime Symbole zu schützen.
- Eide der Geheimhaltung, die früher nur für Männer reserviert waren, sind seit 1981 für Frauen geöffnet, mit Jutta Massl als erster weiblicher Feldgeschworener in Bayern.






