Maschinenbauer hoffen auf zarte Erholung trotz schwieriger Rahmenbedingungen
Kuno GeislerElektronikmaschinenbau gibt Hoffnung - Maschinenbauer hoffen auf zarte Erholung trotz schwieriger Rahmenbedingungen
Hersteller von Maschinen für die Elektronikproduktion blicken vorsichtig optimistisch auf eine mögliche Erholung. Zwar berichten viele Unternehmen weiterhin von schwierigen Rahmenbedingungen, doch einige Firmen rechnen nun in den kommenden Monaten mit Wachstum. Die Aussichten unterscheiden sich dabei je nach Branche und Region deutlich.
In den vergangenen zwei Jahren ist die Nachfrage nach elektronischen Bauteilen und Baugruppen stark gestiegen. In den Amerikas lag das jährliche Wachstum bei 8 bis 12 Prozent, angeführt von den USA und Mexiko. China verzeichnete trotz Handelskonflikten Zuwächse von 15 bis 20 Prozent, während die Asien-Pazifik-Region um 18 bis 25 Prozent wuchs – getrieben von der Nachfrage in Indien, Taiwan und Südkorea. Zu den wichtigsten Wachstumsbereichen zählen KI-Chips, 5G-/6G-Infrastruktur, Batteriesysteme für Elektrofahrzeuge, Wechselrichter für erneuerbare Energien sowie Rechenzentren.
Aktuell bewerten mehr als die Hälfte der Maschinenbauer ihre Lage als schlecht oder sehr schlecht. Dennoch erwarten fast 20 Prozent der Unternehmen eine Besserung innerhalb der nächsten sechs Monate, während nur 10 Prozent mit einer weiteren Verschlechterung rechnen. Rund jedes fünfte Unternehmen prognostiziert bis 2026 ein Umsatzwachstum von 10 bis 15 Prozent.
Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) sagt für Europa in diesem Jahr zwar Wachstum voraus, allerdings in einem geringeren Tempo als im globalen Durchschnitt. Besonders Unternehmen mit Bezug zur Automobilbranche zeigen sich sowohl bei der aktuellen Situation als auch bei den Zukunftsaussichten deutlich pessimistischer.
Die Erholung der Branche verläuft ungleichmäßig: Starke regionale Nachfrageunterschiede und branchenspezifische Herausforderungen prägen das Bild. Während einige Hersteller mit Zuwächsen rechnen, kämpfen andere – vor allem die mit Verbindungen zur Automobilindustrie – weiterhin mit erheblichen Gegenwinden. Die nächsten sechs Monate werden entscheidend sein, ob sich der Optimismus in der Breite durchsetzt.