Lufthansa kürzt Strecken – doch Langstreckenflüge aus München bleiben erhalten
Jonas SeifertLufthansa kürzt Strecken – doch Langstreckenflüge aus München bleiben erhalten
Flughafen München passt Flugangebot an – Lufthansa kämpft mit steigenden Kosten und härterer Konkurrenz
Die Lufthansa, Gründungsmitglied der Star Alliance, baut angesichts höherer Betriebskosten und wachsendem Wettbewerbsdruck ihr Streckennetz um. Zwar bleiben Ultra-Langstreckenflüge erhalten, doch bei bestimmten Verbindungen gibt es Kürzungen. Reisende können sich im Winter dennoch auf eine große Auswahl sonniger Ziele freuen.
Gemeinsam mit United Airlines und Air Canada hatte die Lufthansa am 14. Mai 1997 die Star Alliance ins Leben gerufen. Heute ist der Flughafen München nach Frankfurt der zweitwichtigste Drehkreuz der Airline. Von hier aus bedient sie mit Flügen nach Mexiko-Stadt, Tokio/Haneda, Singapur und São Paulo einige der längsten Strecken – mit Flugzeiten zwischen elf und zwölf Stunden.
Zum Netz der Lufthansa zählen auch Ultra-Langstrecken wie Tokio/Haneda–München oder Osaka–München. Gleichzeitig wurden Inlandsverbindungen ausgedünnt: Die kurze Strecke Nürnberg–München wurde eingestellt. Weitere Streichungen sind sowohl im nationalen als auch im internationalen Flugbetrieb geplant.
In den kommenden Jahren wird zudem das erweiterte Terminal 1 in München Langstreckenkonkurrenten außerhalb der Star Alliance willkommen heißen. Dieser Wandel vollzieht sich, während die Lufthansa mit gestiegenen Flughafengebühren in Deutschland und einer verschärften Wettbewerbssituation in der Luftfahrt zu kämpfen hat.
Trotz der Einschnitte bleibt die Lufthansa eine der größten Airlines weltweit und führend in Deutschland. Winterurlauber können weiterhin aus zahlreichen sonnigen Zielen ab München wählen. Gleichzeitig werden die wachsende Konkurrenz am Flughafen und die Infrastrukturveränderungen die Zukunft des Langstreckenverkehrs prägen.






