24 March 2026, 20:13

Lichtverschmutzung und langjähriges Engagement im Fokus der BN-Mitgliederversammlung

Eine nächtliche Stadtansicht mit beleuchteten Gebäuden, fahrenden Fahrzeugen auf der Straße und Spiegelungen im Wasser vor einem dunklen Himmel.

Lichtverschmutzung und langjähriges Engagement im Fokus der BN-Mitgliederversammlung

Die Ortsgruppe Ottobeuren des Bund Naturschutz (BN) hat ihre diesjährige Mitgliederversammlung im Silachstube-Saal des Gasthofs Mohren abgehalten. Die Anwesenden trafen sich, um langjährige Ehrenamtliche zu ehren und drängende Umweltthemen zu diskutieren – darunter das wachsende Problem der Lichtverschmutzung.

Ein Höhepunkt des Abends war ein Vortrag von Robert Blasius, der im Namen einer Initiative über die Auswirkungen künstlicher Beleuchtung sprach. Zudem wurden Personen gewürdigt, die sich jahrzehntelang für die Arbeit der Organisation engagiert haben.

Während der Versammlung wurde Wendelin Schindele für seine prägenden Beiträge als "Architekt" des örtlichen Kräutergartens geehrt. Als Zeichen der Anerkennung erhielt er ein Poster und einen Geschenkkorb vom Eine-Welt-Laden (Fair-Trade-Geschäft). Ebenfalls gewürdigt wurde Harald Mader für seine langjährige Tätigkeit beim BN.

Weitere Mitglieder, die seit über 40 Jahren dem Verband die Treue halten, erhielten Urkunden und silberne Anstecknadeln. Ihr langjähriges Engagement stand im Mittelpunkt der Abendveranstaltung.

Robert Blasius referierte in seinem Vortrag über Lichtverschmutzung und deren schädliche Folgen für Mensch und Tier. Er erläuterte, wie übermäßige künstliche Beleuchtung natürliche Rhythmen stört – entgegen der verbreiteten Annahme, dass nächtliche Helligkeit die Sicherheit erhöht. Studien belegen, dass die meisten Einbrüche und Gewaltverbrechen tatsächlich am Tag geschehen, was die These widerlegt, dass mehr Licht Risiken verringert.

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Thematisiert wurde auch der globale Stromverbrauch für nächtliche Werbung und Illumination. Satellitenaufnahmen zeigen, wie hell erleuchtete Städte und Küstenregionen die Nachtseite der Erde dominieren und das Ausmaß des Problems verdeutlichen. Zwar gibt es keine öffentlich bekannte Gruppe namens "Wächter der Nacht", doch Initiativen wie die Kampagne Dunkler Himmel der Deutschen Wildtier Stiftung oder die regionale Arbeit der International Dark-Sky Association setzen sich weiterhin mit der Thematik auseinander.

Die Versammlung endete mit der Ehrung engagierter Mitglieder und einem vertieften Verständnis für die Auswirkungen von Lichtverschmutzung. Die BN-Veranstaltung in Ottobeuren unterstrich sowohl lokale Erfolge als auch übergeordnete ökologische Herausforderungen. Der Verband bleibt aktiv in der Förderung nachhaltiger Praktiken und der Sensibilisierung für die Folgen künstlicher Beleuchtung.

Quelle