26 March 2026, 12:13

Leonhard Pfunds erste Weltcup-Saison: Zwischen Triumph und deutschen Biathlon-Krisen

Titelbild des Buches "Neue Studien in Leichtathletik September 1987" mit zwei Personen auf dem Cover.

Leonhard Pfunds erste Weltcup-Saison: Zwischen Triumph und deutschen Biathlon-Krisen

Deutscher Biathlet Leonhard Pfund beendet erste vollständige Weltcup-Saison mit Höhen und Tiefen

Der deutsche Biathlet Leonhard Pfund hat seine erste komplette Weltcup-Saison mit einer Mischung aus Erfolgen und Herausforderungen abgeschlossen. In der Saison 2022/23 gelang ihm nicht nur sein erster Sieg im IBU-Cup, sondern auch der Gewinn der Silbermedaille bei den Europameisterschaften. Nun blickt er mit Entschlossenheit auf die nächste Saison – und will beweisen, dass die Kritik an der Zukunft des deutschen Biathlonsports unberechtigt ist.

Pfunds erstes volles Jahr im Weltcup war anspruchsvoll. Ein dicht gedrängter Wettkampfkalender mit fast wöchentlichen Rennen und ständigen Reisen stellte seine Ausdauer auf die Probe. Zwar räumte er ein, in einigen Wettbewerben Schwierigkeiten gehabt zu haben, doch gelang es ihm dennoch, wichtige Meilensteine zu setzen – darunter sein erster IBU-Cup-Sieg und die EM-Silbermedaille.

Die Lage des deutschen Biathlons beschäftigt ihn dabei besonders. In den letzten zehn Jahren ist das einst dominierende Nationalteam auf ein historisches Tief gesunken. In der Saison 2025/26 verbuchte Deutschland in 69 Weltcup-Rennen keinen einzigen Sieg, nur neun Podestplatzierungen und einen fünften Platz in der Nationswertung der Frauen – weit abgeschlagen hinter Norwegen und Frankreich. Die einzige olympische Medaille, Bronze in der Mixed-Staffel bei den Spielen 2026 in Mailand/Cortina, konnte kaum trösten. Noch 2007/08 hatte das Team 24 Weltcup-Siege gefeiert und bis 2018 regelmäßig die Spitzenränge belegt. Heute kämpft es darum, wieder an die Weltspitze anzuknüpfen.

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Trotz des Niedergangs bleibt Pfund zuversichtlich. Er verweist auf eine neue Generation motivierter Athletinnen wie Selina Grotian, Julia Tannheimer und Marlene Fichtner, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft machen. Erfahrene Stimmen wie Denise Herrmann-Wick und Uschi Disl fordern unterdessen eine tiefgreifendere Analyse und eine stärkere Förderung des Nachwuchses. Pfund selbst ist entschlossen, die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen, und glaubt, dass die kommenden Jahre eine Verbesserung bringen werden.

Pfunds erste vollständige Weltcup-Saison war geprägt von Fortschritten und Rückschlägen zugleich. Seine Erfolge sowie der Aufstieg junger Talente geben Anlass zur Hoffnung, dass der deutsche Biathlon sich erholen kann. Die nächste Saison wird zeigen, ob es dem Team gelingt, den Abwärtstrend zu stoppen und wieder an alte Stärke anzuknüpfen.

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