Landwirtschaftsminister Rainer will Schutzstatus von Bibern und Kormoranen lockern
Anto LehmannLandwirtschaftsminister Rainer will Schutzstatus von Bibern und Kormoranen lockern
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer stellt geschützten Status mehrerer einst bedrohten Arten infrage
Der deutsche Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) fordert eine Überprüfung des besonderen Schutzstatus mehrerer Tierarten, die einst vom Aussterben bedroht waren. Seiner Ansicht nach entsprechen die aktuellen Artenschutzbestimmungen nicht mehr der Realität, da die wachsenden Populationen zunehmend Landwirte und Fischer vor Probleme stellen.
Rainer argumentiert, dass Biber, Saatkrähen, Fischotter und Kormorane sich mittlerweile so gut erholt hätten, dass ihr strenger Schutz nicht mehr gerechtfertigt sei. Diese Tiere verursachten mittlerweile erhebliche wirtschaftliche Schäden in der Landwirtschaft und Fischerei, so der Minister.
Er fordert die EU auf, den Schutzstatus dieser Arten zu überprüfen – ähnlich wie bei den jüngsten Debatten um den Wolfsschutz. Die Politik müsse sich anpassen, um einen Ausgleich zwischen Artenerhalt und den Bedürfnissen derer zu finden, die von Land- und Wasserwirtschaft leben.
Rainers Vorschlag zielt auf einen modernen Ansatz ab, der sowohl den Tier- als auch den Lebensschutz von Landwirten und Fischern berücksichtigt. Sein Ziel ist ein fairer Kompromiss, bei dem weder der Artenschutz noch wirtschaftliche Interessen vernachlässigt werden.
Sollte der Minister mit seinem Vorstoß erfolgreich sein, könnte dies eine EU-weite Neubewertung der rechtlichen Schutzbestimmungen für diese Arten auslösen. Bei einer Reform hätten Landwirte und Fischer weniger Einschränkungen zu befürchten, während die Schutzvorgaben an die aktuellen Bestandszahlen angepasst würden. Ob es dazu kommt, hängt davon ab, ob andere Mitgliedstaaten Rainers Forderung nach einer Änderung unterstützen.






