Dramatische Rettungseinsätze in den Allgäuer Alpen nach Winternotlagen
Kuno GeislerDramatische Rettungseinsätze in den Allgäuer Alpen nach Winternotlagen
Zwei Rettungseinsätze in den Allgäuer Alpen nach Winternotlagen
Am Wochenende fanden in den Allgäuer Alpen zwei separate Rettungsaktionen statt, nachdem Wanderer in extremen Winterbedingungen in Not gerieten. Am Samstagabend saßen zwei junge Männer auf 2.000 Metern Höhe in der Nähe des Schrecksees fest, während am folgenden Tag ein weiterer Einsatz für jugendliche Bergsteiger auf dem Weg zum Hochvogel nötig wurde. Die Behörden warnen, dass in dieser Saison nur erfahrene Alpinisten anspruchsvolle Routen angehen sollten.
Beim ersten Vorfall gerieten zwei Männer, die als "völlig unvorbereitet und unerfahren" beschrieben wurden, am Samstag in steilem, schneebedecktem Gelände nahe des Schrecksees in eine Notlage. Sie hatten sich an den anspruchsvollen Jubiläumsweg gewagt, blieben jedoch beim Abstieg stecken. Das Duo gab zu, sich für die Tourplanung auf TikTok verlassen zu haben, bevor es den Notruf wählte.
Der Rettungshubschrauber Christoph 17 mit zwei Bergrettern an Bord versuchte zunächst, die Männer zu erreichen, musste jedoch wegen tief hängender Wolken umkehren. Später gelang es dem nachtflugtauglichen Rettungshubschrauber RK2 aus Reutte, die Wanderer mit Unterstützung eines Mitglieds der Bergwacht Hinterstein zu bergen.
Nur einen Tag später wurden die Rettungskräfte erneut alarmiert – diesmal, um zwei 16-jährigen Bergsteigern auf dem Weg zum Hochvogel zu helfen. Im Gegensatz zur ersten Gruppe waren diese Kletterer gut ausgerüstet und verfügen über Bergerfahrung, doch auch sie scheiterten am steilen, gefährlichen Abstieg. Die Bergwacht Hinterstein wies darauf hin, dass die Allgäuer Alpen oberhalb von 1.600 Metern weiterhin unter extremen Winterbedingungen leiden.
Die Rettungsteams wiederholten ihre Warnungen: Nur hocherfahrene Alpinisten sollten sich in der aktuellen Situation an schwierige Routen wagen. Beide Vorfälle zeigen, wie gefährlich es ist, das winterliche Alpengelände zu unterschätzen – selbst für Personen mit gewisser Klettererfahrung. Die Behörden appellieren weiterhin an Wanderer, sich gründlich auf Hochtouren vorzubereiten.






