27 March 2026, 14:20

Landwirt setzt auf Arnika-Anbau und sichert sich stabile Erträge mit Pharma-Partnern

Eine kleine gelbe Arnica-Blume inmitten eines grasbewachsenen Feldes mit saftig grünen Blättern, der Hintergrund leicht unscharf, um die Blume hervorzuheben.

Landwirt setzt auf Arnika-Anbau und sichert sich stabile Erträge mit Pharma-Partnern

Ein deutscher Landwirt hat sich einer seltenen, aber lukrativen Kultur zugewandt, um sein Einkommen zu diversifizieren. Markus Grundner baut auf seinem 280 Hektar großen Betrieb nun Arnika an und bedient damit eine Nische mit starker Nachfrage. Die Pflanze, bekannt für ihre heilenden Eigenschaften, bietet durch Vertragsanbau mit Unternehmen wie Eskusa stabile Erträge.

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Wilde Arnika steht in Deutschland unter Naturschutz und ist für Pharmazeutikhersteller daher keine verlässliche Bezugsquelle. Um die Versorgung zu sichern, arbeitet Eskusa direkt mit Landwirten zusammen und garantiert langfristige Abnahmeverträge zu 100 Euro pro Kilogramm. Dieser Preis liegt zwar unter dem aktuellen Marktpreis für wild gesammelte Arnika von etwa 200 Euro pro Kilogramm, bietet den Landwirten aber Planungssicherheit.

Arnika gedeiht auf gut durchlässigen, leicht sauren Böden, die Feuchtigkeit speichern, aber wenig Phosphor enthalten. Einmal angepflanzt, kann die mehrjährige Kultur über mehrere Jahre hinweg bis zu sechs Mal geerntet werden. Grundners erste Ernte brachte 300 Kilogramm pro Hektar ein, bei Erwartungen von bis zu 500 Kilogramm in späteren Erntejahren.

Die Blüten der Pflanze werden zu Salben und Tinkturen verarbeitet, die wegen ihrer entzündungshemmenden, schmerzlindernden und antibakteriellen Wirkung geschätzt werden. Zwar sind die genauen Nachfragezahlen für kultivierte Arnika unklar, doch der europäische Phytomarkt wuchs bis 2025 auf fast 15 Milliarden Euro an. Deutschland und Italien führen den Sektor an, wobei ein spürbarer Trend von registrierten zu nicht registrierten pflanzlichen Produkten zu beobachten ist.

Grundners Entscheidung, Arnika anzubauen, spiegelt einen wachsenden Trend unter Landwirten wider, die nach stabilen, hochwertigen Kulturen suchen. Die Partnerschaft mit Eskusa sichert ihm einen zuverlässigen Abnehmer, während die medizinische Verwendung der Pflanze für anhaltendes Marktinteresse sorgt. Mit steigenden Erträgen könnte Arnika in europäischen Feldern bald häufiger zu sehen sein.

Quelle