Fünferl-Brücke in Passau wird für drei Jahre grundsaniert
Die Fünferl-Brücke in Passau steht vor einer umfassenden Sanierung, nachdem die detaillierten Planungen abgeschlossen wurden. Eine Begutachtung im Jahr 2024 hatte den Zustand der Brücke mit der Note 3,5 bewertet – ein klares Indiz für erhebliche statische Mängel. Ziel des Projekts ist es, den einzigartigen Charakter des Bauwerks zu bewahren und gleichzeitig seine langfristige Standfestigkeit zu gewährleisten.
Die Sanierung folgt einer Kosten-Nutzen-Analyse, die Mitte 2025 durchgeführt wurde und den Bedarf für umfangreiche Arbeiten bestätigte. Vorgesehen sind eine Komplettsanierung der Hängebrücke sowie der Ersatz der Innstadt-Rampe. Die neue Rampe wird als zweifeldrige Stahlbetonkonstruktion mit einer Länge von etwa 18,6 Metern und einer Breite von 2,5 Metern errichtet.
Schwerpunkte der Maßnahmen liegen auf der Bekämpfung von Korrosion, Feuchtigkeitsschäden sowie der Erneuerung des Belags und der Abdichtung. Zudem erfordert die Baustelle einen sorgfältigen Umgang mit altlastverdächtigen Beschichtungen und den Schutz der bestehenden Versorgungsleitungen. Die gesamten Arbeiten sollen voraussichtlich etwa drei Jahre in Anspruch nehmen.
Der Ausschuss für Bau und kommunale Liegenschaften wird die Sanierungspläne am 25. März 2026 prüfen. Bisher liegen keine Angaben zu den Kosten der strukturellen Begutachtung von 2024 oder möglichen öffentlichen Fördermitteln für vergleichbare Vorhaben vor.
Nach der Genehmigung soll die Sanierung die Zukunft der Brücke sichern, ohne ihren historischen Charakter zu beeinträchtigen. Der Zeitplan und die technischen Anforderungen spiegeln die Komplexität wider, ein stark in Mitleidenschaft gezogenes Bauwerk zu erhalten. Weitere Entwicklungen hängen von der anstehenden Entscheidung des Ausschusses ab.






