Landshut vor historischer Entscheidung: CSU oder Grüne als neuer Oberbürgermeister
Anto LehmannLandshut vor historischer Entscheidung: CSU oder Grüne als neuer Oberbürgermeister
Landshuts Oberbürgermeister-Stichwahl: CSU und Grüne im Finale
Nach der ersten Runde der Oberbürgermeisterwahl in Landshut hat sich das Rennen auf zwei Kandidaten verengt. Dr. Thomas Haslinger (CSU) erreichte mit 37,0 Prozent die meisten Stimmen, verfehlte jedoch die absolute Mehrheit. In der Stichwahl trifft er nun auf Christoph Rabl von den Grünen, der 20,2 Prozent der Stimmen holte.
Zehn Bewerber hatten sich am Sonntag um die Nachfolge des scheidenden Oberbürgermeisters Alexander Putz beworben. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,7 Prozent – ein Plus von etwa vier Prozentpunkten im Vergleich zur Oberbürgermeisterwahl 2020.
Haslinger nahm das Ergebnis zur Kenntnis, betonte aber, die Stichwahl sei ein "neuer Wettbewerb". Die endgültige Entscheidung liege nun bei den Wählerinnen und Wählern Landshuts. Rabl zeigte sich unterdessen zuversichtlich und wertete das Ergebnis als "solide Grundlage" für den Endspurt seines Wahlkampfs.
Die Wahl spiegelt größere Verschiebungen in der lokalen Politik wider. Während die CSU in den vergangenen fünf Jahren ihre führende Position in Landshut behalten hat, konnten die Grünen deutliche Zugewinne verzeichnen – insbesondere bei jüngeren Wählerinnen und Wählern sowie in städtischen Gebieten. Dies verändert zunehmend das politische Gefüge der Stadt.
Die Stichwahl wird nun entscheiden, wer Landshuts nächster Oberbürgermeister wird. Es geht um die Frage, ob die langjährige Vorherrschaft der CSU Bestand hat oder ob der aufstrebende Einfluss der Grünen ihnen das höchste Amt der Stadt sichert. In den kommenden Wochen sind die Bürgerinnen und Bürger erneut aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.