17 March 2026, 20:12

Kuka streicht in Augsburg 160 Stellen mehr als geplant – warum die Krise der Industrieroboter eskaliert

Gruppe von Robotern auf einem Tisch in einer Fabrikeinrichtung umgeben von Maschinen, Kabeln, Platinen und beleuchteten Bauteilen, mit Menschen im Hintergrund.

Weniger Aufträge: Kuka streicht mehr Jobs als geplant - Kuka streicht in Augsburg 160 Stellen mehr als geplant – warum die Krise der Industrieroboter eskaliert

Kuka kündigt drastischere Stellenstreichungen in Augsburg an als ursprünglich geplant

Der Robotikhersteller Kuka wird an seinem Stammsitz in Augsburg mehr Arbeitsplätze abbauen als zunächst vorgesehen. Statt der ursprünglich angekündigten 400 Stellen fallen nun 560 Vollzeitstellen weg. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund anhaltend schwacher Nachfrage nach Industrierobotern – in diesem Jahr entgangene Aufträge belaufen sich auf über 100 Millionen Euro.

Betroffen sind vor allem die Roboterproduktion, aber auch einige Stellen in der Unternehmensverwaltung. Bereits zu Jahresbeginn hatte Kuka mit dem Abbau von 400 Arbeitsplätzen begonnen, ein Prozess, der noch bis Ende 2026 andauern soll. Trotz der Kürzungen beschäftigt das Unternehmen in Augsburg weiterhin rund 3.000 Mitarbeiter.

Das Unternehmen bleibt stark abhängig von Aufträgen aus der Automobilindustrie. Gleichzeitig setzt es weiterhin auf langfristiges Wachstum in den Bereichen Automatisierung und KI, insbesondere bei selbstlernenden Robotern. In den vergangenen fünf Jahren ist die globale Nachfrage nach Industrierobotern in Schlüsselmärkten wie China, den USA, Japan, Südkorea und Deutschland stark gestiegen. Treiber dieses Trends sind Fachkräftemangel, Produktivitätsanforderungen und Fortschritte in der KI. Auch Schwellenländer wie Indien und Brasilien setzen Robotertechnik zunehmend schneller ein.

Die ausgeweiteten Stellenstreichungen spiegeln die anhaltenden Schwierigkeiten in der Industrierobotik-Branche wider. Kukas Fokus auf Automatisierung und KI deutet darauf hin, dass sich das Unternehmen auf künftige Nachfrage vorbereitet – auch wenn die aktuellen Marktbedingungen zu Einschnitten zwingen. Die starke Abhängigkeit von Automobilaufträgen erhöht den Druck angesichts sich wandelnder Branchenstrukturen.

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