KNDS Deutschland verdreifacht Panzerproduktion und schafft tausende neue Jobs bis 2030
Jonas SeifertKNDS Deutschland verdreifacht Panzerproduktion und schafft tausende neue Jobs bis 2030
KNDS Deutschland kündigt massive Produktionsausweitung an
Der Rüstungskonzern KNDS Deutschland hat ehrgeizige Pläne zur deutlichen Steigerung seiner Produktion bekannt gegeben. Das Unternehmen wird zwei neue Standorte in Deutschland eröffnen und die Fertigung zentraler Militärfahrzeuge deutlich ausbauen. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund anhaltend hoher Nachfrage nach gepanzerten Systemen – insbesondere angesichts laufender Konflikte wie des Krieges in der Ukraine.
Der Rüstungshersteller wird die Produktion in mehreren Bereichen hochfahren. Die Ausstoßzahlen für Leopard-Kampfpanzer sollen sich verdreifachen, während die Produktion der Schützenpanzer vom Typ Puma verdoppelt wird. Die Herstellung der gepanzerten Radfahrzeuge vom Typ Boxer sowie von Artilleriesystemen wird jeweils auf das Vierfache des aktuellen Niveaus gesteigert.
Einer der neuen Standorte wird sich auf die komplette Fertigung von Radsystemen wie dem Boxer konzentrieren. Der zweite Standort wird sich auf Schweißarbeiten spezialisieren – nach dem Vorbild des Schienenfahrzeugwerks von Alstom in Görlitz. KNDS führt derzeit Gespräche mit potenziellen Partnern und prüft mögliche Standorte für die neuen Produktionsstätten.
Die Expansion wird zudem tausende neue Arbeitsplätze schaffen. KNDS Deutschland rechnet damit, dass sich die Belegschaft bis 2030 nahezu verdoppeln wird; für das Wachstum werden zusätzlich 4.000 bis 5.000 Mitarbeiter benötigt.
Das Unternehmen sieht die Produktion gepanzerter Fahrzeuge als Kernbereich seines Geschäfts. Angesichts ihrer Bedeutung in modernen Kriegsführung – wie aktuelle Einsätze zeigen – geht KNDS davon aus, dass solche Systeme auch künftig unverzichtbar bleiben. Die neuen Standorte und die gesteigerte Produktion werden die Rüstungsfähigkeiten Deutschlands deutlich stärken.






