Kaffeepreise explodieren: Warum Verbraucher jetzt tief in die Tasche greifen müssen
Jonas SeifertKaffeepreise explodieren: Warum Verbraucher jetzt tief in die Tasche greifen müssen
Lebensmittelpreise in Deutschland bleiben hartnäckig hoch – trotz leichter Inflationsdelle
In den vergangenen fünf Jahren sind die Preise für Lebensmittel um etwa 37 Prozent gestiegen, sodass Verbraucher heute deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen als noch vor einigen Jahren. Besonders spürbar macht sich das bei Kaffee, dessen Preise in den letzten Monaten stark angezogen haben.
2023 schossen die Kaffeepreise in die Höhe: Eine Kilogramm-Packung Bohnen kostet mittlerweile zwischen 11,99 und 12,99 Euro. Selbst gemahlener Röstkaffee wurde teurer – 500-Gramm-Packungen beginnen bei 5,49 Euro. Der Preisanstieg folgt auf Rekordstände bei Arabica-Bohnen an der New Yorker Rohstoffbörse, ausgelöst durch Dürren und schlechte Ernten in den wichtigsten Anbauregionen.
Als Reaktion darauf haben mehrere deutsche Supermarkt- und Discountketten wie Lidl, Aldi, Edeka und Rewe die Preise für ihre Eigenmarken-Kaffees gesenkt. Eigenmarken-Bohnen kosten nun unter acht Euro pro Kilogramm, gemahlener Röstkaffee liegt unter vier Euro. Die durchschnittliche Preissenkung von etwa sieben Prozent hat einige Käufer dazu bewegt, von Premiummarken zu günstigeren Handelsmarken zu wechseln.
Doch die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisiert die Händler für irreführende Preispolitik. Nur bei wenigen Produkten gebe es dauerhafte Rabatte, während viele andere weiterhin teuer blieben, so der Vorwurf.
Die hohen Kaffeepreise belasten weiterhin die Haushaltskassen – auch wenn einige Supermärkte bei ausgewählten Produkten nachgeben. Da die Terminkurse an den Börsen weiterhin auf Rekordniveau verharren, bleibt ungewiss, ob es bald Entlastung für die Verbraucher gibt. Vorerst bieten die Handelsmarken eine kleine Atempause – allerdings nur für diejenigen, die von teureren Alternativen umsteigen.






