07 May 2026, 06:12

Jungheinrichs Gewinn bricht ein – Streik und Führungswechsel belasten den Staplerhersteller

Logo des 48. Versorgungsgeschwader mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern und einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsgeschwader" in blau, alles innerhalb eines weißen Rahmens, mit der Schrift "48. Versorgungsgeschwader" in fetter schwarzer Schrift.

Jungheinrichs Gewinn bricht ein – Streik und Führungswechsel belasten den Staplerhersteller

Jungheinrich meldet deutlichen Gewinnrückgang im ersten Quartal – Profit halbiert

Der Intralogistik- und Staplerhersteller Jungheinrich verzeichnete im ersten Quartal einen drastischen Einbruch der Erträge: Der Gewinn lag nur noch bei der Hälfte des Vorjahreswerts. Als Gründe für den Rückgang nannte das Unternehmen den verschärften Wettbewerb und einen Streik im Werk Lüneburg. Gleichzeitig sucht der Konzern nach einem neuen Finanzvorstand, nachdem die bisherige CFO überraschend das Unternehmen verließ.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach in den ersten drei Monaten des Jahres um 50 Prozent ein. Die Unternehmensführung führte den Rückgang auf den zunehmenden Konkurrenzdruck sowie Produktionsausfälle zurück, die durch den Arbeitskampf im Lüneburger Werk verursacht wurden.

Die ehemalige Finanzchefin Heike Wulff schied früher als geplant aus, nachdem eine einvernehmliche Lösung mit dem Aufsichtsrat gefunden worden war. Ihr Mandat wurde nicht verlängert, sodass die Finanzabteilung derzeit ohne feste Führung dasteht. Vorstandschef Lars Brzoska übernimmt die Finanzverantwortung kommissarisch, während die Suche nach einer Nachfolge läuft.

Jungheinrich bleibt weiterhin in der Hand der Gründerfamilie. Die Nachkommen von Friedrich Jungheinrich halten 54 Millionen stimmberechtigte Stammaktien, was 53 Prozent des Gesamtkapitals entspricht. Diese Anteile sind nicht börsennotiert und gleichmäßig auf die Familien der beiden Töchter des Gründers aufgeteilt. Die verbleibenden 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien, die im MDAX gelistet sind, befinden sich größtenteils im Streubesitz.

Auch die Marktbewertung des Unternehmens hat gelitten: Seit Ende 2025 ist der Börsenwert um fast 30 Prozent eingebrochen. Die aktuelle Marktkapitalisierung liegt bei rund 2,6 Milliarden Euro.

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Mit einem halbierten EBIT und ohne dauerhafte Finanzchefin steht Jungheinrich vor einer herausfordernden Phase. Brzoska wird die Finanzen vorläufig weiterleiten, bis ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gefunden ist. Das familiengeführte Unternehmen muss nun in den kommenden Monaten sowohl operative Rückschläge als auch den Führungswechsel bewältigen.

Quelle