30 June 2026, 18:21

Hitze stoppt Nürnberger Straßenbahn: Bitumen-Schäden legen Netz lahm

Straßenbahnen in Nürnberg können wegen Hitzeschäden nicht fahren

Hitze stoppt Nürnberger Straßenbahn: Bitumen-Schäden legen Netz lahm

Nürnbergs Straßenbahnnetz bis auf Weiteres eingestellt – extreme Hitze verursacht massive Schäden

Der Straßenbahnverkehr in Nürnberg wurde auf unbestimmte Zeit eingestellt, nachdem extreme Hitze flächendeckende Schäden angerichtet hat. Sowohl Gleise als auch Fahrzeuge litten unter verflüssigtem Bitumenfüllmaterial, das die Stadt zwang, den Betrieb aus Sicherheitsgründen einzustellen. Die Entscheidung sei schwergefallen, aber notwendig gewesen, um Fahrgäste und Personal zu schützen, hieß es.

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Die Schäden entstanden, weil die hohen Temperaturen das Bitumen zwischen den Schienen aufweichten. Die klebrige Masse verunreinigte daraufhin die Räder, Fahrgestelle und Gleise der Bahnen. Einsatzkräfte reinigen derzeit die betroffenen Fahrzeuge und Streckenabschnitte, doch die Fortschritte sind langsam: Pro Tag können nur zwei Straßenbahnen bearbeitet werden.

Die Aufräumarbeiten gestalten sich mühevoll, und die abschließenden Reparaturen stehen noch aus. Noch ist unklar, wie lange die Sperrung andauern wird und welchen Umfang die notwendigen Instandsetzungsarbeiten haben. Bis auf Weiteres bringen Taxis und Busse Fahrgäste von den äußeren Streckenabschnitten zu U-Bahn-Stationen; die Abholung erfolgt dabei an Straßenrändern statt an offiziellen Haltestellen.

Ersten Schätzungen zufolge belaufen sich die finanziellen Verluste für die Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG), den lokalen Verkehrsbetreiber, auf mehrere hunderttausend Euro. Behörden sprechen von einer beispiellosen Situation – eine direkte Folge des Klimawandels, die von Verkehrsbetrieben und Herstellern neue Lösungsansätze erfordere.

Das Straßenbahnnetz bleibt bis zur weiteren Ankündigung außer Betrieb. Die Reinigungs- und Reparaturarbeiten laufen zwar weiter, doch ein Zeitplan für die Wiederaufnahme des Betriebs steht noch nicht fest. Der Vorfall unterstreicht die wachsende Herausforderung, öffentliche Verkehrsmittel an extreme Wetterbedingungen anzupassen.

Quelle