Haßelmann greift Scholz und Merz an: "Reißt euch zusammen und liefert!"
Jonas SeifertHaßelmann greift Scholz und Merz an: "Reißt euch zusammen und liefert!"
Britta Haßelmann, eine führende Politikerin der Grünen, hat Bundeskanzler Olaf Scholz und Oppositionsführer Friedrich Merz scharf kritisiert. Sie warf der Regierung vor, Erwartungen zu wecken, aber keine spürbaren Ergebnisse zu liefern. Ihre Äußerungen fielen in einem aktuellen Interview, in dem sie auch die künftigen Prioritäten ihrer Partei skizzierte.
Haßelmann bezeichnete Scholz’ Führung als wirkungslos und verglich ihn mit einem Fußballer, der sich vom Spielfeld fernhält. Der Kanzler habe viel versprochen, doch wenig erreicht, um den Alltag der Menschen zu verbessern, so ihre Kritik. Der Regierung fehle es an einem klaren und schlüssigen Plan für Fortschritt.
An Friedrich Merz gerichtet verwies sie auf dessen frühere Kritik an Scholz als „Machtklempner“ – nur um nun selbst hinter den Erwartungen zurückzubleiben. Trotz günstiger finanzieller Rahmenbedingungen habe Merz es versäumt, in Infrastruktur und Klimaschutz zu investieren, monierte Haßelmann.
Die Grünen hingegen setzten weiter auf Handlungsfähigkeit. Haßelmann betonte, ihre Partei sei bereit, Verantwortung zu übernehmen, um das Land voranzubringen. Zu den zentralen Zielen gehöre der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen sowie greifbare Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig stellte sie klar, dass die Grünen keinen vorzeitigen Bruch der aktuellen Regierungskoalition anstreben.
Ihre Botschaft an die Regierung war unmissverständlich: „Reißt euch zusammen und liefert.“
Haßelmanns Aussagen spiegeln die wachsende Unzufriedenheit mit der Regierungsarbeit wider. Die Grünen drängen auf konkrete Veränderungen, insbesondere in der Klimapolitik und bei den Lebensbedingungen. Vorerst jedoch bleiben sie dem bestehenden Bündnis verpflichtet – statt eine politische Neuaufstellung zu erzwingen.






