Freisinger Energiepioniere treiben Ökostrom-Revolution seit 30 Jahren voran
Kuno GeislerFreisinger Energiepioniere treiben Ökostrom-Revolution seit 30 Jahren voran
Die Freisinger Energiegenossenschaft Sonnenkraft hat eine Schlüsselrolle bei der Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland gespielt. Bereits 1993 sicherte sie sich eine frühe lokale Einspeisevergütung und setzte sich für ein bundesweites Modell ein – ein wichtiger Schritt für die Verbreitung der Solarenergie.
1994 installierte Andreas Henze eine der ersten Photovoltaikanlagen Freisings im Rahmen des neuen Tarifs mit einer Leistung von 550 Watt. Bis 2012 hatte er sein Engagement ausgeweitet und baute vor allem für Landwirte Solaranlagen mit 20 bis 50 Kilowatt Leistung.
Der Freisinger Solarverein plante 1999 fünf Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 130 Kilowatt auf zwei Dächern. Am 1. April 2000 trat dann das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft und schuf damit bundesweit verbindliche Rahmenbedingungen für die Förderung erneuerbarer Energien.
2013 wurde die Bürgerenergiegenossenschaft Freisinger Land gegründet, mit Andreas Henze als Gründungsmitglied im Vorstand. Heute betreibt die Genossenschaft Dachanlagen und Solarparks mit einer kombinierten Leistung von 4,6 Megawatt. Zudem unterhält sie ein Ladenetz mit 73 Stationen und versorgt 1.300 Kunden mit Ökostrom. Die Zahl der Mitglieder ist auf 1.909 Personen gestiegen.
Die Genossenschaft plant nun eine weitere Expansion: Zehn neue Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 64 Megawatt sind in Entwicklung, davon haben vier bereits im März die Genehmigung erhalten.
Durch ihr Engagement hat die Genossenschaft den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region maßgeblich vorangetrieben. Ihre Solar- und Windprojekte sowie das Ladenetz versorgen bereits tausende Kunden. Mit dem Ausbau der Windkraft wird in den kommenden Jahren noch mehr Kapazität hinzukommen.






