Freie Wähler erobern CSU-Hochburgen und verändern Bayerns Kommunalpolitik
Anto LehmannFreie Wähler erobern CSU-Hochburgen und verändern Bayerns Kommunalpolitik
Die Freien Wähler haben nach einer Reihe von Siegen in Stichwahlen ihren Einfluss in der bayerischen Kommunalpolitik weiter ausgebaut. Die Partei sicherte sich Schlüsselpositionen in Landkreisen und Städten, die bisher von der CSU dominiert wurden – ein deutlicher Wandel in der regionalen Politiklandschaft.
Noch vor diesen Wahlen stellten die Freien Wähler bereits 14 Landräte in Bayern. Bis Sonntagabend deuteten die vorläufigen Ergebnisse darauf hin, dass sie künftig mindestens 18 solche Ämter besetzen werden. Zu den prominenten Siegen zählen die Landkreise Kelheim, Donau-Ries und Berchtesgadener Land.
Zudem übernahmen die Freien Wähler das Rathaus in Amberg sowie das Oberbürgermeisteramt in Kempten – beides bisher in CSU-Hand. Trotz dieser Erfolge stieg ihr Gesamtstimmenanteil bei den Kommunalwahlen nur leicht von 11,9 Prozent im Jahr 2020 auf 12,1 Prozent in 2026.
Die CSU hingegen verlor an Zustimmung und fiel von 34,5 auf 32,5 Prozent. Die AfD hingegen legte dramatisch zu – von 4,7 auf 12,2 Prozent – und trat erstmals in jedem Landkreis und jeder Stadt mit eigenen Kandidaten an.
Die Freien Wähler stellen nun mehr Landräte als zuvor und festigen so ihren Einfluss in der bayerischen Kommunalpolitik. Ihre Gewinne stehen im Kontrast zu den Verlusten der CSU und dem starken Aufstieg der AfD, was die politische Landschaft der Region neu prägt.






