Frauentag 2026: Aschaffenburgs Kampf für Gleichberechtigung zwischen Kunst und Aktivismus
Kuno GeislerFrauentag 2026: Aschaffenburgs Kampf für Gleichberechtigung zwischen Kunst und Aktivismus
Internationaler Frauentag: Über ein Jahrhundert Fortschritt – und doch bleibt Gleichberechtigung fern
Seit mehr als hundert Jahren steht der Internationale Frauentag für die Errungenschaften im Kampf um Gleichstellung. Seit Clara Zetkin den Tag 1910 erstmals vorschlug, wurden zwar bedeutende Schritte gemacht, doch volle Gleichberechtigung ist noch immer nicht erreicht. 2026 organisierte das Gleichstellungsbüro der Kreisverwaltung eine Kampagne, um auf anhaltende Herausforderungen und Erfolge aufmerksam zu machen.
Die Aktion "Rund um den Internationalen Frauentag" fand vollständig in Aschaffenburg statt. Das Programm umfasste eine Vernissage, ein Benefizkonzert, eine Lesung, eine Filmdiskussion sowie einen feministischen Literaturabend, an dem 55 Personen teilnahmen. Weitere Veranstaltungen wie die "Pflege-Praktikumswoche" (16.–20. Februar) und "Solo: WOK-LIFE-BALANCE" (21. März) wurden in lokalen Räumlichkeiten wie dem Colos-Saal und der Linde MH Arena abgehalten.
Noch vor Beginn der Kampagne hatte der Landkreis eine zehnte rote Bank im Bürgerpark Ringheim in Großostheim aufgestellt. Die Bänke stehen symbolisch für häusliche und sexualisierte Gewalt gegen Frauen; in ihrer Nähe sind Hilfsangebote ausgewiesen. Der Veranstaltungskalender wurde über soziale Medien verbreitet und behandelte Themen wie Sexismus, den Equal Pay Day und den Equal Care Day.
Auch das Aschaffenburger Frauenforum feierte am 20. März sein 40-jähriges Jubiläum. Unter dem Motto "Anfänge erinnern – Errungenes bewahren – Zukunft gestalten" unterstrich die Veranstaltung Forderungen nach Selbstbestimmung, einem Ende der Gewalt und echter Gleichberechtigung.
Die Kampagne 2026 verband in Aschaffenburg Kunst, Diskussion und Aktivismus. Mit neuen roten Bänken und einem vielseitigen Programm bekräftigte der Landkreis sein Engagement für Gleichstellung. Die Veranstaltungen erinnerten an vergangene Kämpfe – und trieben die Forderung nach weiterem Fortschritt voran.






