Frankfurt (Oder) feiert Kleist-Festival 2025 mit Musik, Theater und Gesellschaftskritik
Anto LehmannFrankfurt (Oder) feiert Kleist-Festival 2025 mit Musik, Theater und Gesellschaftskritik
Frankfurt (Oder) richtet vom 7. bis 12. Oktober 2025 das Kleist-Festival aus – eine Hommage an Heinrich von Kleist, die berühmteste literarische Persönlichkeit der Stadt. Das diesjährige Programm verbindet Musik, zeitgenössisches Theater und brennende gesellschaftliche Themen.
Kleist, 1777 in Frankfurt (Oder) geboren, studierte später in der Stadt, die heute das einzige deutsche Museum zu seinem Leben und Werk beherbergt. Das Festival 2025 widmet sich der Frage, wie Musik sein Schaffen prägte, und setzt sich zugleich mit aktuellen Herausforderungen auseinander – von der Klimakrise bis zum Rechtsextremismus.
Ein neues Stück von Theresia Walser beleuchtet die Radikalisierung einer Schule unter rechtsextremer Herrschaft. Daneben wird mit einer Punk-Oper Kleists erstes großes Werk, Die Familie Schroffenstein, neu interpretiert. Auch die klassische Komödie Der zerbrochene Krug kehrt auf die Bühne zurück.
Die Veranstalter wollen Kleists Erbe mit den Debatten der Gegenwart verknüpfen. Seine Stücke – darunter Der zerbrochne Krug und Prinz Friedrich von Homburg – zählen nach wie vor zu den Standardtexten im Deutschunterricht, besonders für das Abitur. Zwar rücken moderne Autoren zunehmend in den Lehrplan, doch Kleists Werke bleiben fester Bestandteil der Oberstufe.
Blick nach vorn: Frankfurt (Oder) plant bereits ein Kleist-Jahr 2027 zum 250. Geburtstag des Dichters, mit weiteren Ausstellungen und Veranstaltungen.
Das sechstägige Festival im Oktober 2025 präsentiert moderne Adaptionen seiner Werke sowie Diskussionsformate zu politischen und ökologischen Konflikten. Mit diesem Engagement sichert die Stadt Kleists Vermächtnis als lebendigen Impulsgeber für neue Generationen.






