Fachkräfte und Ehrenamtliche diskutieren Betreuungsherausforderungen in Regensburg
Bert BiggenFachkräfte und Ehrenamtliche diskutieren Betreuungsherausforderungen in Regensburg
"Gemeinsam handeln": Fachkräfte und Ehrenamtliche der Betreuungsdienste tauschten sich in Regensburg aus
Bei einer kürzlichen Veranstaltung unter dem Motto "Come Together" trafen sich Fachleute und Ehrenamtliche aus den Bereichen rechtliche Betreuung und Pflege. Organisiert wurde die Zusammenkunft vom Fachbereich "Unterstützung in schwierigen Lebenslagen – Pflege-Stützpunkt Plus", mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen städtischen und Landkreiseinrichtungen in Regensburg zu verbessern.
Die Veranstaltung entstand in Kooperation mit Pflegeeinrichtungen aus dem Landkreis und der Stadt Regensburg. Teilgenommen haben berufliche und ehrenamtliche Betreuer:innen, Richter:innen und Mitarbeiter:innen des Amtsgerichts Regensburg, Sozialdienstmitarbeitende aus Krankenhäusern sowie Beschäftigte des Gesundheitsamts.
Peter Berger, ein professioneller Betreuer, hielt einen Vortrag mit dem Titel "Gute Betreuung und herausfordernde Rahmenbedingungen in Einklang bringen". In den Diskussionen ging es zudem um zentrale Themen wie die Vergütung in der Betreuung, den steigenden Bedarf an Betreuungsleistungen und die Sorge um Nachwuchskräfte in diesem Bereich.
Landrätin Tanja Schweiger betonte die Bedeutung eines starken Netzwerks, um eine umfassende Unterstützung für Menschen unter rechtlicher Betreuung zu gewährleisten. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich über die Aufgaben der verschiedenen lokalen Akteur:innen zu informieren.
Während der Fokus der Veranstaltung auf der praktischen Zusammenarbeit lag, gab es seit der Einführung des "Gesetzes zur Reform der rechtlichen Betreuung" vor zwei Jahren keine dokumentierten Änderungen der bayerischen Betreuungsgesetze – insbesondere nicht in Bezug auf die Abstimmung zwischen Pflegeeinrichtungen und Gerichten. Auch die übergeordnete Entwicklung der Pflege- und Betreuungsdienste auf Bundes- und Landesebene wurde thematisiert.
Ziel des Treffens war es, die Partnerschaften zwischen städtischen und Landkreisdiensten zum Wohl gefährdeter Bürger:innen zu stärken. Durch den Dialog zwischen Betreuer:innen, Jurist:innen und Sozialarbeiter:innen hoffen die Organisator:innen, die Unterstützungssysteme in der Region nachhaltig zu verbessern.






