Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern streicht Millionenförderung für Medien bis 2026
Anto LehmannKirche kürzt Millionen-Euro-Zuschuss für Medienhaus - Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern streicht Millionenförderung für Medien bis 2026
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern wird ihre jährlichen Millionenförderung für den Evangelischen Presseverband für Bayern (EPV) bis Ende 2026 einstellen. Diese Entscheidung fällt im Rahmen einer Überprüfung der Medienfinanzierung der Kirche, die durch sinkende Kirchensteuereinnahmen notwendig geworden ist. Die Kürzung, die sich auf einen einstelligen Millionenbetrag beläuft, markiert eine deutliche Wende in der finanziellen Unterstützung protestantischer Medien in der Region.
Der EPV agiert als eigenständiger rechtlicher Verband und erhielt über viele Jahre erhebliche Mittel von der Kirche. Doch rückläufige Einnahmen zwingen nun zu einer Neubewertung der großen Subventionen. Während der Evangelische Pressedienst (epd) weiterhin eine zentrale Säule der Medienpräsenz der Kirche bleiben wird, ist die Zukunft anderer Publikationen – wie etwa des Sonntagsblatts, der wöchentlichen protestantischen Zeitung Bayerns – nun ungewiss.
Die Kirche hat bestätigt, dass die Arbeit in öffentlich-rechtlichen und privaten Hörfunk- und Fernsehsendern fortgeführt wird. Allerdings wurden in den letzten fünf Jahren keine alternativen Finanzierungsmodelle oder Partnerschaften entwickelt, um ähnliche Förderlücken zu schließen. Stattdessen plant die Kirche, ihr Medienangebot künftig nach Reichweite, Wirkung und Kosteneffizienz zu bewerten.
Ab 2027 sollen Verhandlungen über neue Formen der Zusammenarbeit zwischen der Kirche und dem EPV aufgenommen werden. Protestantische Medien bleiben ein zentraler Bestandteil der öffentlichen Wirksamkeit der Kirche, doch die finanzielle Umstrukturierung deutet auf die Notwendigkeit langfristiger Anpassungen hin.
Die Förderung wird zum 31. Dezember 2026 eingestellt, sodass der EPV nach alternativen Finanzierungslösungen suchen muss. Die Entscheidung der Kirche spiegelt größere finanzielle Herausforderungen wider – künftige Medienprojekte hängen von überarbeiteten Kooperationsmodellen ab. Bis dahin laufen die bestehenden Medienangebote im bisherigen Rahmen weiter.
EPV Director Warns of Job Losses as Funding Dispute Intensifies
The funding dispute has escalated with the EPV director highlighting immediate risks. Key developments include:
- Roland Gertz stated 50 jobs are now at risk following the 2.6m euro annual subsidy cut
- Church officials denied mass layoffs but confirmed subsidy reductions could reach 70%
- Both sides remain in talks to secure future media partnerships by 2027






