13 March 2026, 20:21

Europas Kampf um digitale Finanzsouveränität: Stablecoins und Web3 im Fokus

Ein Kreisdiagramm auf einem weißen Hintergrund, das die Marktkapitalisierungen verschiedener Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, darunter Bitcoin, Ethereum und Litecoin, mit begleitendem Text, der die Kapitalisierungen erläutert.

Europas Kampf um digitale Finanzsouveränität: Stablecoins und Web3 im Fokus

Münchner Konferenz diskutiert Europas digitale Finanzzukunft

Eine kürzlich in München abgehaltene Konferenz brachte Expertinnen und Experten zusammen, um über die digitale Finanzzukunft Europas zu diskutieren. Veranstaltet von der V-Bank AG und DLT Germany, lag der Fokus auf reguliertem Krypto-Handel, Stablecoins und der Notwendigkeit stärkerer europäischer Alternativen zu den von den USA dominierten Digitalwährungen. Die Referierenden beleuchteten sowohl die Herausforderungen als auch die Chancen beim Aufbau eines sicheren, heimischen Finanzökosystems.

Die von Dr. Jan J. Kruppa (DLT Germany) geleitete Veranstaltung lotete Wege aus, wie Europa seine Position in der digitalen Finanzwelt stärken kann. Die V-Bank AG, spezialisiert auf regulierten Krypto-Handel und Web3-Anwendungen, organisierte die Diskussionen gemeinsam mit institutionellen Partnern.

Stefan Wenshofer, Leitender Kriminaldirektor, stellte die Arbeit der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime Bayern (ZAC) vor. Die Einheit fungiert als Schnittstelle zwischen Unternehmen, Strafverfolgungsbehörden und Forschungseinrichtungen im Kampf gegen digitale Finanzkriminalität. Auch die AQ Forensics GmbH präsentierte ihre Dienstleistungen im Bereich Blockchain-Forensik, darunter Transaktionsnachverfolgung und Betrugsermittlungen.

Ein zentrales Thema war der Aufstieg regulierter Stablecoins in Europa. Laut dem ESMA-Register gibt es seit März 2026 in elf Ländern 19 lizenzierte Emittenten, die 29 Stablecoins anbieten. Europäische Banken arbeiten zunehmend mit Krypto-Börsen zusammen, um eurogedeckte Alternativen zu entwickeln. Matt Oksa, CMO von Schuman Financial, stellte EURØP vor – einen regulierten Stablecoin, der die Abhängigkeit von US-Optionen wie USDT und USDC verringern soll, die derzeit 99 Prozent des Marktes beherrschen.

Die Fachleute betonten die Dringlichkeit, mit der Europa eigene digitale Zahlungsmodelle vorantreiben müsse. Künftige Veranstaltungen von DLT Germany werden die Rolle von Web3 in der Kunst sowie das Potenzial neuer gesellschaftlicher Strukturen – etwa das EU-DAO-Modell – vertiefen. Interessierte können sich für eine Mitarbeit an Dr. Kruppa ([email protected]) wenden.

Die Konferenz unterstrich Europas Bestrebungen, ein unabhängiges digitales Finanzsystem aufzubauen. Mit bereits 29 regulierten Stablecoins im Umlauf und Projekten wie EURØP, die an Fahrt gewinnen, will die Region ihre Abhängigkeit von US-dominierten Währungen verringern. Die Veranstalter planen, die Debatte auf kommenden Treffen fortzusetzen – mit Fokus auf Web3-Innovationen und kollaborative Finanzmodelle.

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