Eisbahn streicht Saisonabo – Stammgast muss nach 40 Jahren umdenken
Heinz Wichert, 81, Stammgast der Eislaufbahn im Polariom, muss nun höhere Kosten tragen – die Eisbahn hat ihr Saisonabo abgeschafft. Die Änderung ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung aufgrund steigender Energie- und Personalkosten. Wichert, der seit vier Jahrzehnten dort seine Runden dreht, muss nun seine Gewohnheiten anpassen.
Fast 40 Jahre lang besuchte Wichert die Bahn dreimal pro Woche – eine Familientradition. Sein Halbjahres-Abo für 260 Euro ermöglichte ihm flexiblen Zutritt. Doch das Abo wurde eingestellt, da nur noch vier Prozent der Kunden es nutzten und neue Steuerregelungen die Situation erschwerten.
Am Dienstag lief Wicherts altes Abo aus, und er erhielt lediglich eine Rückerstattung. Da es keine Saisonkarte mehr gibt, kaufte er eine Tageskarte für sechs Euro. Entschlossen, das Geld wert zu machen, fuhr er eine volle Stunde statt seiner sonst kürzeren Runden.
Die Eisbahn führte stattdessen eine Wertkarte mit zehn Prozent Rabatt für Vielläufer ein. Dennoch zwingt die Preiserhöhung Wichert zum Sparen: Statt dreimal pro Woche plant er nun nur noch einen Besuch – ein drastischer Rückgang gegenüber seiner früheren Routine.
Der Wegfall des Saisonabos spiegelt die finanziellen Herausforderungen des Polariom wider. Steigende Energiekosten und Personalkosten haben die Betreiber zu einer Neuausrichtung der Preise gezwungen. Für langjährige Gäste wie Wichert bedeuten die Änderungen weniger Besuche – und einen Bruch mit jahrzehntelanger Tradition.






