17 June 2026, 18:45

Die Linke erlebt überraschenden Mitgliederschub und wird jünger als je zuvor

Links wächst weniger dynamisch

Die Linke erlebt überraschenden Mitgliederschub und wird jünger als je zuvor

Die Linke verzeichnet in Deutschland einen deutlichen Mitgliederschub im vergangenen Jahr. Aktuell zählt die Partei 126.379 Mitglieder – mehr als das Doppelte im Vergleich zum Stand nach dem Austritt von Sahra Wagenknecht Ende 2023. Gleichzeitig ist das Durchschnittsalter der Mitglieder auf unter 39 Jahre gesunken, was die Linke jünger macht als die meisten anderen deutschen Parteien.

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Ende 2023 hatte die Partei noch rund 123.000 Mitglieder. Zuvor war die Zahl im Laufe desselben Jahres nach Wagenknechts Austritt drastisch auf 50.800 eingebrochen. Bis zum Herbst 2024 hatte sich die Mitgliederzahl jedoch im Vergleich zum Tiefstand nach Wagenknechts Abgang mehr als verdoppelt.

Obwohl das Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren etwas nachgelassen hat, zeigt sich eine deutliche Veränderung in der Zusammensetzung. 2024 lag das Durchschnittsalter der Mitglieder noch bei 45 Jahren, der Frauenanteil bei 40 Prozent. Mittlerweile sind fast 45 Prozent der Mitglieder Frauen, und das Durchschnittsalter ist auf unter 39 Jahre gefallen.

Für die Zukunft plant die Linke bis 2027 die Verabschiedung eines neuen Grundsatzprogramms. Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner möchte dabei neue Mitglieder aktiv in die Gestaltung der künftigen Ausrichtung einbinden. Zudem soll bis zu diesem Zeitpunkt das Angebot an Schulungsprogrammen ausgebaut werden.

Mit 126.379 Mitgliedern verfügt die Linke heute über eine jüngere und geschlechterparitätischere Basis als noch vor kurzem. Die geplante Programmerneuerung und der Ausbau der Schulungsangebote sind für 2027 vorgesehen. Der jüngste Mitgliederschub markiert eine bemerkenswerte Erholung nach dem vorherigen drastischen Rückgang.

Quelle