26 April 2026, 10:12

CSU-Rebell Göppel lehnt Koalitionsvertrag wegen Energiewende ab

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

CSU-Rebell Göppel lehnt Koalitionsvertrag wegen Energiewende ab

Josef Göppel, ein CSU-Bundestagsabgeordneter, hat sich zu einem deutlichen Kritiker des neuen Koalitionsvertrags seiner Partei entwickelt. Bekannt für sein engagiertes Eintreten für bürgergetragene erneuerbare Energien, gehörte er zu nur drei CDU/CSU-Mitgliedern, die gegen die Vereinbarung stimmten. Seine Ablehnung unterstreicht die tiefen Gräben in der Energiepolitik innerhalb des konservativen Lagers.

Göppel setzt sich seit Langem für dezentrale erneuerbare Energien und eine stärkere Bürgerbeteiligung an Energieprojekten ein. Er hatte gefordert, dass der Koalitionsvertrag konkrete Regelungen zur Einbindung der Bevölkerung in Erneuerbare-Energien-Vorhaben enthält. Doch trotz seiner Bemühungen bleibt er besorgt, dass das Abkommen den Ausbau der Windkraft in Süddeutschland behindern wird.

Die CSU dominiert die bayerische Politik, während die CDU in den anderen 15 Bundesländern aktiv ist. Traditionell vermeiden beide Parteien, in den jeweiligen Einflussbereichen der anderen zu konkurrieren. Göppels Haltung hebt sich jedoch von der üblichen Übereinstimmung der CSU mit der CDU in bundespolitischen Fragen ab.

Wie der Energieexperte Craig Morris anmerkt, gibt es in beiden Koalitionsparteien durchaus Befürworter erneuerbarer Energien. Doch Göppels Widerspruch spiegelt die grundsätzlichen Spannungen wider. Die Grünen, die oft als natürliche Verbündete bei der Energiewende gelten, wurden in den Verhandlungen aufgrund von Konflikten mit den CSU-Prioritäten weitgehend ausgegrenzt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Göppels Nein-Stimme zum Koalitionsvertrag verdeutlicht die Schwierigkeiten, Energiepolitik und Parteieinheit unter einen Hut zu bringen. Sein Fokus auf bürgergetragene Erneuerbare steht im Kontrast zur breiter angelegten Strategie der CSU. Die Folgen dieser Auseinandersetzungen könnten prägend dafür sein, wie sich Wind- und Solarprojekte in Bayern in den kommenden Jahren entwickeln.

Quelle