14 March 2026, 08:14

Brose wagt den Sprung ins All: Vom Autozulieferer zur Raumfahrt-Firma

Ein Mercedes-Benz-Werk in Deutschland mit Fahrzeugen auf der Straße, umgeben von Gras, Pflanzen, Bäumen, Gebäuden und Polen, unter einem bewölkten Himmel.

Automotive Supplier Brose Enters Space Sector - Brose wagt den Sprung ins All: Vom Autozulieferer zur Raumfahrt-Firma

Brose, Zulieferer aus Coburg, steigt in die Raumfahrttechnik ein, um die Zukunft zu sichern

Der Automobilzulieferer Brose mit Sitz in Coburg erweitert sein Geschäftsfeld um die Raumfahrttechnik, um langfristig abzusichern. Das Unternehmen hat neue Partnerschaften geschlossen, um am Standort Würzburg kleine Satelliten zu entwickeln. Dieser Strategiewechsel erfolgt vor dem Hintergrund finanzieller Schwierigkeiten und möglicher Stellenstreichungen am Standort.

Anfang 2025 arbeitete das Brose-Werk in Würzburg verlustreich – bedingt durch rückläufige Produktion. Die Krise in der Automobilbranche hatte bereits Befürchtungen gewckt, dass über 1.400 Arbeitsplätze wegfallen könnten. Die Gewerkschaft IG Metall warnte gar vor einer möglichen Werksschließung. Um gegenzusteuern, dringt das Unternehmen nun in die Luft- und Raumfahrt vor.

Im Rahmen der neuen Initiative kooperiert Brose mit zwei Fraunhofer-Instituten sowie einem Berliner Raumfahrttechnik-Unternehmen. Gemeinsam sollen Satelliten im Kleinformat entwickelt und in Serie produziert werden, mit einem Gewicht zwischen 50 und 500 Kilogramm. Brose setzt dabei auf sein bestehendes technologisches Know-how, um in diesem wachsenden Marktsegment Fuß zu fassen.

Bayerns Wirtschaftsminister begrüßte das Vorhaben und betonte die etablierte Rolle Würzburgs im Bereich satellitengestützter Technologien. Die Partnerschaften sollen nicht nur die Werkstätigkeiten stabilisieren, sondern auch hochqualifizierte Arbeitsplätze in einem Zukunftsbereich schaffen.

Der Einstieg in die Raumfahrttechnik könnte Brose helfen, den Standort Würzburg langfristig zu sichern und die Abhängigkeit vom schwächelnden Automarkt zu verringern. Gelingt der Aufbau der Satellitenfertigung, könnte dies dem Werk nachhaltige Perspektiven eröffnen. Unklar bleibt jedoch, wie sich dies auf die aktuellen Beschäftigungsrisiken auswirken wird.

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