Breitbrunns ungewöhnliche Bürgermeisterwahl endet in Stichwahl am Chiemsee
Kuno GeislerEin Kandidat - Und doch eine Stichwahl in der kleinsten Gemeinde - Breitbrunns ungewöhnliche Bürgermeisterwahl endet in Stichwahl am Chiemsee
Breitbrunn am Chiemsee: Kleinste bayerische Gemeinde wählt Bürgermeister in Stichwahl
In Breitbrunn am Chiemsee, der flächenmäßig kleinsten Gemeinde Bayerns, fand eine Bürgermeisterwahl mit nur einem offiziellen Kandidaten statt. Armin Krämmer trat als einziger Bewerber an, verfehlte jedoch im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Nun entscheidet eine Stichwahl am 22. März über das Amt des Bürgermeisters.
Die Wahl fand in einer Gemeinde mit rund 200 Einwohnern statt, die sich auf das Festland und drei Inseln verteilen: die Fraueninsel, die Herreninsel und die Krautinsel. Obwohl Krämmer der einzige gelistete Kandidat war, erhielt er lediglich 47,7 Prozent der Stimmen – die verbleibenden 52,3 Prozent entfielen auf Stichwahlvorschläge.
Da kein Kandidat die notwendige Mehrheit erreichte, wird der Ausgang der Wahl nun in einer zweiten Runde geklärt. Krämmer steht vor der Herausforderung, die Wähler zu überzeugen, die sich im ersten Durchgang für alternative Namen entschieden. Die Stichwahl findet bereits in weniger als zwei Wochen statt.
Das Ergebnis zeigt eine ungewöhnliche Konstellation: Selbst ein Einzelkandidat musste in eine zweite Runde, um den Sieg zu bestätigen. Die Bürger sind nun aufgerufen, am 22. März erneut an die Urnen zu gehen, um die Besetzung des Bürgermeisteramts endgültig zu entscheiden. Das Ergebnis wird die lokale Führung in der kleinen, aber eigenwilligen bayerischen Gemeinde prägen.